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Genchip-Analysen und neues Medikament: Zwei neue Studien im Brustzentrum der Uniklinik Köln

25.10.2007
Der Brustkrebsmonat 2007 geht dem Ende zu - der Kampf gegen den Krebs und für die betroffenen Frauen geht weiter.

Die beiden Studien sind ein Beispiel dafür, wie Patientinnen von der universitären Forschung unmittelbar profitieren können.

Mit Genchip-Analysen beurteilen Mediziner die Wirksamkeit der Chemotherapie
Brustkrebs hat viele Facetten und spricht sehr unterschiedlich auf verschiedene Chemotherapien an. Bisher gibt es keine Möglichkeit, das individuell für jede Patientin vorauszusehen, sodass die meisten Frauen sicherheitshalber eine Standard-Chemotherapie erhalten.

Durch umfassende Genanalysen mit neuesten Techniken wird im Brustzentrum der Uniklinik das Ansprechen auf spezifische Chemotherapeutika untersucht, um in Zukunft konkrete Vorhersagen machen zu können und für jede Frau die passende Therapie zu finden. Im Computer wird eine Probe des operativ entnommenen Tumorgewebes auf genetischer Ebene untersucht und mit diesen Informationen ein Profil des Tumors erstellt. Dieses lässt eine Prognose seiner Entwicklung und damit der optimal dosierten Chemotherapie zu.

Neues Medikament zur gezielten Behandlung des fortgeschrittenen erblichen Brust- und Eierstockkrebs

Wenn in einer Familie gehäuft Brust- und/oder Eierstockkrebs in frühem Lebensalter auftritt, kann eine Veranlagung vorliegen. Dieser "erbliche" Brust- oder Eierstockkrebs wurde bisher mit den gleichen Medikamenten therapiert wie die "sporadische", nicht erbliche Erkrankung. Jetzt steht erstmals ein gut verträgliches Medikament zur Verfügung, das die spezifischen genetischen Veränderungen in den Tumorzellen des fortgeschrittenen erblichen Brust- und Eierstockkrebs als therapeutischen Angriffspunkt nutzt.

Dadurch werden gezielt die Tumorzellen zum Zelltod geführt. Die gesunden Körperzellen werden dagegen nicht oder nur wenig beeinträchtigt, wodurch die typischen Nebenwirkungen einer Chemotherapie weitestgehend ausbleiben. Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Rita Schmutzler, Leiterin des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs, wird an der Uniklinik Köln eine Studie zum neuen Medikament durchgeführt.

Hintergrund:
In Deutschland erkranken jährlich über 55.000 Frauen neu an Brustkrebs. 20 Prozent der Betroffenen sind unter 50 Jahre alt. Das Durchschnittsalter bei der Diagnose liegt zurzeit bei 63 Jahren. Auf der Liste der krebsbedingten Todesursachen in Deutschland rangiert das Mammakarzinom bei Frauen an erster Stelle: Jedes Jahr sterben etwa 17.000 Frauen daran.

Das Brustzentrum Köln-Frechen ist gerade als erstes Universitätsklinikum mit der Zertifikat der Ärztekammer Westfalen-Lippe für seine Qualität ausgezeichnet worden.

Für Rückfragen:
Prof. Dr. med. Rita Schmutzler
Leiterin des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs
in Kooperation mit dem Brustzentrum Köln/ Frechen
Uniklinik Köln
Tel.: 0221 478-86545
Sina Vogt
Leiterin Presse-und Öffentlichkeitsarbeit
Uniklinik Köln
Tel:0221 478-5745
Fax:0221 478-5151
E-Mail:pressestelle@uk-koeln.de

Sina Vogt | idw
Weitere Informationen:
http://www.medizin.uni-koeln.de/

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