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Rechtzeitige Operation angeborener Herzfehler ermöglicht ein ganz normales Leben

24.10.2007
Die Längsschnittsstudie Sozio-oekonomisches Panel als Datenbasis in der medizinischen Sozialforschung

Patienten mit angeborenem Herzfehler, die als Jugendliche oder junge Erwachsene erfolgreich operiert wurden, haben heute die Chance auf ein ganz normales Leben.

Sieht man von einem kleinen Teil der Patienten ab, die wegen ihres Herzfehlers keinen Beruf ausüben können, so unterscheiden sich die untersuchten Herzpatienten bezüglich ihres sozialen Auf - oder Abstiegs nicht von der "Kontrollgruppe", d. h. der Bevölkerung ohne solche Herzoperationen. Das ist das Ergebnis der Studie von Siegfried Geyer et al."Life Chances After Surgery of Congenital Heart Disease!".

Im Rahmen der Untersuchung wurden die Lebensläufe von 314 Patienten des Universitätsklinikums Göttingen mit denen von 4864 Befragten der am DIW Berlin angesiedelten Längsschnittstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) verglichen.

Um herauszufinden, welchen Einfluss ein so ein fundamentaler medizinischer Eingriff wie eine Herzoperation auf das weitere Leben hat, müssen Patientenbiographien möglichst detailliert mit den Lebensläufen der 'normalen' Bevölkerung vergleichen werden. Hierzu eignet sich das Sozio-oekonomische Panel in besonderer Weise, auch deshalb, weil die Befragten regelmäßig Fragen zu ihrem Gesundheitszustand beantworten.

"Wir müssen mehr Forschung in diese Richtung betreiben, denn wenn junge Menschen lebensbedrohlich erkranken, z.B. an Krebs, geht es erst einmal darum das Leben der Patienten zu retten. Viele Erkrankungen, die früher tödlich waren , können heute geheilt werden. Doch wie es den Geheilten im weiteren Leben ergeht, ob Sie z. B. psychologische Unterstützung brauchen, wissen in aller Regel nicht.", sagt der Sozialmediziner Siegfried Geyer von der Medizinischen Hochschule Hannover, der die sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen SOEP-Daten des DIW Berlin für seine Analyse herangezogen hat.

Siegfried Geyer et al."Life Chances After Surgery of Congenital Heart Disease!" in European Journal of Cardiovascular Prevention.

Renate Bogdanovic | idw
Weitere Informationen:
http://www.diw.de

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