Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Epidemie: Fettleibigkeit breitet sich weltweit aus

24.10.2007
Nur Süd- und Ostasien bilden eine Ausnahme

Die Menschen werden in allen Teilen der Welt dicker. Mögliche Ausnahmen sind nur Süd- und Ostasien. Zu diesem Ergebnis kommt die Bestandsaufnahme, die im Rahmen des International Day for the Evaluation of Obesity (IDEA) durchgeführt worden ist.

Zwischen der Hälfte und Zweidrittel der Frauen und Männer in 63 Ländern auf fünf Kontinenten waren 2006 übergewichtig oder fettleibig. An der in Circulation veröffentlichten Studie nahmen mehr als 168.000 Menschen teil, Bürger aus den USA wurden allerdings nicht berücksichtigt. Experten halten diese Ergebnisse für sehr beunruhigend. Übergewicht erhöht das Risiko von Herzerkrankungen, Typ-II-Diabetes und anderen Erkrankungen wie einiger Formen von Krebs.

Die IDEA-Studie konzentrierte sich auf zwei Parameter zur Feststellung von Übergewicht - den Bauchumfang und den BMI. Ein BMI über 25 gilt als Übergewicht, über 30 als fettleibig. Nur sieben Prozent der Menschen in Ostasien waren fettleibig. In Kanada waren 36 Prozent der Patienten, die einen Arzt besuchten, fettleibig. 38 Prozent der Frauen im Mittleren Osten und 40 Prozent in Südafrika waren ebenfalls fettleibig. Kanada und Südafrika waren führend beim Prozentsatz von Übergewichtigen.

In Kanada lag der durchschnittliche BMI bei Frauen und Männern bei 29. Den gleichen Wert erreichten die südafrikanischen Frauen. Männer in Nordeuropa wiesen einen durchschnittlichen BMI von 27 auf, Frauen von 26. In Südeuropa lag der BMI im Durchschnitt bei 28. Australische Männer erreichten ebenfalls einen Wert von 28, die Frauen einen von 27,5. Im gleichen Bereich befand sich Lateinamerika mit einem Wert knapp unter 28. Der Bauchumfang war ebenfalls hoch. 56 Prozent der Männer und 71 Prozent der Frauen, haben in diesem Bereich zu viel Gewicht.

Die leitende Wissenschaftlerin Beverley Balkau von INSERM betonte, dass diese Ergebnisse zeigten, dass starkes Übergewicht pandemisch sei. "Eine Hälfte bis zwei Drittel der Teilnehmer der Studie war übergewichtig oder fettleibig." Diese Daten liege nahe bei jenen der Vereinigten Staaten, jenem Land, das das größte Gewichtsproblem hat.

Laut BBC wird geschätzt, dass rund zwei Drittel der Amerikaner übergewichtig sind. Ein Drittel dieser Gruppe ist fettleibig. Das Diabetesrisiko liegt bei Männern bei 33 Prozent, bei Frauen bei 38 Prozent. Laut Studie sind 16 Prozent der Männer und 13 Prozent der Frauen herzkrank. Die Anzahl der Erkrankungen ist mit 27 Prozent vor allem bei osteuropäischen Männern hoch. In Kanada erkrankten im Vergleich dazu nur acht Prozent der Frauen und 16 Prozent der Männer. Allgemein wurde bei 13 Prozent der Männer und elf Prozent der Frauen Diabetes diagnostiziert.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://circ.ahajournals.org
http://www.inserm.fr

Weitere Berichte zu: BMI Bauchumfang Epidemie Ostasien Übergewicht

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Gene für das Risiko von allergischen Erkrankungen entdeckt
21.11.2017 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

nachricht Bedeutung von Biodiversität in Wäldern könnte mit Klimawandel zunehmen
17.11.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften