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Stressige Arbeitssituation verdoppelt Risiko eines zweiten Herzanfalls

10.10.2007
Viel Arbeit und wenig Entscheidungsbefugnis besonders belastend

Menschen, die nach einem Herzanfall in ihren stressigen Job zurückkehren sind gefährdeter, einen zweiten Anfall zu erleiden als jene, die arbeitsmäßig weniger belastet sind. Wissenschaftler der Universite Laval begleiteten rund 1.000 Patienten, die an ihren Arbeitsplatz zurückkehrten.

Innerhalb von sechs Jahren hatten mehr als 200 der Teilnehmer erneut Herzprobleme. Jene mit einem stressigen Job hatten ein doppelt so hohes Risiko wieder zu erkranken. Als belastenden Job definierten die Forscher im Journal of the American Medical Association eine hohe Arbeitsbelastung in Kombination mit geringen Entscheidungsbefugnissen.

Frühere Studien haben laut BBC bereits einen Zusammenhang zwischen der Belastung im Job und dem ersten Herzanfall hergestellt. Wenig war jedoch laut den Wissenschaftlern über den Zusammenhang mit weiteren Herzproblemen bekannt.

Die Ergebnisse veränderten sich nicht, auch als andere Risikofaktoren wie Lebensstil, soziologische Gruppe und die klinische Prognose berücksichtigt wurden. Obwohl weitere Studien notwendig seien, könnten die gesammelten Informationen bereits jetzt in der Praxis umgesetzt werden. Generell wird empfohlen, die Arbeitsbelastung nach der Rückkehr in den Job zu verringern.

June Davison, eine auf Herzkrankheiten spezialisierte Krankenschwester der British Heart Foundation bestätigte, dass Menschen sich eher gestresst fühlen, wenn sie wenig Kontrolle über die Situation am Arbeitsplatz haben und sehr viele Aufgaben zu erfüllen haben. "Wir müssen mehr darüber wissen, wie sich Stress auf unser Herz und unseren Kreislauf auswirkt. In der Zwischenzeit können wir uns nur selbst helfen, in dem wir Stressfaktoren erkennen und lernen mit stressigen Situationen umzugehen."

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ulaval.ca
http://jama.ama-assn.org
http://www.bhf.org.uk

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