Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Welthepatitistag: Europäische Patientenorganisation stellt Studie vor

02.10.2007
In Deutschland HCV Infizierte zu 90 Prozent nicht diagnostiziert

Anläßlich des 4. Welthepatitistages präsentierte die "Euopean Liver Patients Association" eine europaweite Studie der EHRN Organisation (Eurasian Harm Reduction Network). Demnach wissen in Deutschland Hepatitis C Infizierte in über 90 % der Fälle nichts von ihrer Erkankung.

Sie haben nicht nur das Risiko einer Lebererkankung bishin zur Leberzerstörung sondern sind auch unwissend Virus-Überträger. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz der Europäischen Patientenorganisation ELPA und der WHO sowie Vertretern des Europäischen Parlamentes wurde deutlich, das noch einige Anstrengungen unternommen werden müssen, der Ausbreitung der Hepatitis C Infektion (HCV) Einhalt zu gebieten. Laut WHO Angaben seien weltweit 180 Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt.

Es wird - unter Einbezug von Leberkrebs und der Leberzirrhose, beide durch HCV verursacht - mit bis zu 500.000 Todesfällen durch diesen Virus weltweit gerechnet. Und dies ohne die enorme Dunkelziffer. Aus diesem Grunde wird mit dem Welthepatitistag nicht nur ein Bewußtsein zu dieser Erkrankung geschaffen. Auch will das diesjährige Motto "Lass Dich testen" zum Test möglich Betroffener aufrufen. "Heute, am Welthepatitistag," so Nadine Piorkowsky, Vorsitzende der ELPA, "weisen wir auf die Notwendigkeit eines weltweiten Kampfes gegen die Hepatitis C Infektion hin und rufen alle Risikogefährdete auf sich zu testen".

Die Aktion wir von nationalen Selbshilfegruppen unterstützt, in Deutschland von der Deutschen Leberhilfe e.V. Der Geschäftsführer Achim Kautz:

"Wir finden es nicht tragbar, dass eine kontrollierbare Erkrankung fast ignoriert wird. Kampagnen zu Aufklärung und Vorbeugung könnten viele Todesfälle durch Hepatitis verhindern." Dabei könnte die Hepatitis C in vielen Fällen geheilt, Hepatitis B medikamentös kontrolliert werden.

"Auch in Deutschland wären wir gut beraten, Hepatitis-Diagnostik ernster zu nehmen", mahnt Professor Stefan Zeuzem, Direktor der Medizinischen Klinik I der Universität Frankfurt und internationaler Hepatitis-Experte. "Leider werden Leberwerte hierzulande routinemäßig bei allgemeinen Laboruntersuchungen oftmals gar nicht erst bestimmt: werden erhöhte Werte gefunden, werden

sie viel zu selten weiter abgeklärt. Erhöhte Leberwerte geben einen wichtigen Hinweis auf eine mögliche Lebererkrankung und sollten in jedem Fall abgeklärt werden. Denn nur so kann eine Hepatitis diagnostiziert und frühzeitig behandelt werden."

In Deutschland haben etwa 1, 2 Millionen Menschen eine chronische Virushepatitis. In einer Studie des Robert-Koch-Instituts liegt das Hepatitis- C-Virus an zweiter Stelle der gefährlichsten Krankheitserreger. Hepatitis kann zu Leberzirrhose, Leberkrebs und tödlichem Leberversagen führen.

Weitere Informationen:
http://www.welthepatitistag.info ;
http://www.elpa-info.org
http://www.lebertest.de
Presseservice:
http://www.presseservice-hepatitis.de

Dr. C. Wittal | presseservice-hepatitis.de
Weitere Informationen:
http://www.elpa-info.org
http://www.welthepatitistag.info

Weitere Berichte zu: HCV Hepatitis Hepatitis C Patientenorganisation Welthepatitistag

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie