Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KPMG-Studie: Unternehmen halten ein gesamteuropäisches Steuersystem für sinnvoll

25.09.2007
* Klare Zustimmung zum Kommissionsvorschlag zur Einführung einer gemeinsamen konsolidierten Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage
* Große Mehrheit auch für einen gesamteuropäischen Körperschaftsteuersatz

Steuerspezialisten der größten europäischen Unternehmen unterstützen den Vorstoß der Europäischen Kommission, die Besteuerung von Körperschaften im Binnenmarkt transparenter zu gestalten. Das ist das Ergebnis einer Studie von KPMG International zur Einführung einer Common Consolidated Corporate Tax Base (CCCTB) in der Europäischen Union. Insgesamt nahmen rund 400 Steuer- und Finanzvorstände sowie Führungskräfte in Steuerabteilungen an der Umfrage teil. Die Befragung wurde in allen 27 Mitgliedstaaten und der Schweiz durchgeführt.

Der Vorschlag der Kommission ermöglicht den Unternehmen, die Steuerbemessungsgrundlage für alle ihre EU-weiten Unternehmenstätigkeiten nach einheitlichen Regeln zu ermitteln, anstatt wie bisher nach den Regeln der existierenden 27 einzelnen Steuersysteme. Anhand eines Aufteilungsmechanismus soll die konsolidierte Steuerbemessungsgrundlage auf die einzelnen Mitgliedsstaaten aufgeteilt werden.

Knapp 80 Prozent der befragten europäischen Unternehmen äußern sich positiv zu einer einheitlichen europäischen Steuerbemessungsgrundlage. In Irland ist die Zustimmung mit 30 Prozent am geringsten. Deutsche Unternehmen liegen mit 84 Prozent im oberen Drittel.

Obwohl die Kommission bislang einen gesamteuropäischen Körperschaftsteuersatz ausschließt, würden 62 Prozent der Befragten die Einführung eines solchen befürworten. "Diese Ergebnisse zeigen deutlich", so KPMG-Vorstand Ernst Gröbl, "dass bei Unternehmen keineswegs die Steuergestaltung, sondern die Vereinfachung des Steuerrechts im Vordergrund steht."

Deutsche Unternehmen versprechen sich von einer gemeinsamen konsolidierten Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage vor allem eine Reduzierung ihres steuerlichen Erklärungsaufwandes (54 Prozent) und ihrer Kosten (48 Prozent) sowie eine größere Planungssicherheit (46 Prozent). Allerdings ist der Glaube daran, dass eine gemeinsame konsolidierte Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage in naher Zukunft realisiert wird, eher verhalten. 34 Prozent der befragten deutschen Unternehmen gehen davon aus, dass das Projekt erst 2020 verwirklicht wird. 18 Prozent der befragten deutschen Unternehmen glauben, dass es niemals zu einer gemeinsamen konsolidierten Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage kommen wird.

Thomas Blees
Stellv. Leiter Unternehmenskommunikation
KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Klingelhöferstraße 18, D-10785 Berlin
Tel +49 30 2068-1408
Mobil +49 174 338 32 39
Fax +49 1802 11991-0104
mailto:tblees@kpmg.com

Thomas Blees | KPMG
Weitere Informationen:
http://www.kpmg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Erste großangelegte Genomstudie prähistorischer Skelette aus Afrika
27.09.2017 | Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte / Max Planck Institute for the Science of Human History

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik