Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IT-Innovationen bleiben bis 2005 auf Eis

09.04.2002


Studie: 70 Prozent aller Investitionen bringen innerhalb des ersten Jahres keinen Gewinn

Die Innovationswelle im IT-Sektor scheint vorübergehend zu Ende zu sein. Laut einer heute, Montag, von Gartner veröffentlichten Studie wird es im IT-Markt vor dem Jahr 2005 keine umwälzenden Neuerungen geben. 70 Prozent aller technisch erfolgreichen Projekte in Europa werden innerhalb des ersten Jahres nicht zum gewünschten Return on Investment führen. Auch der Bereich Web Services wird bis 2004 eine Phase der Desillusionierung durchlaufen, da noch keine wirklich gewinnversprechenden Killer-Applikationen abzusehen sind. Insgesamt haben die Budgets im europäischen IT-Bereich einen Tiefpunkt erreicht.

Innerhalb der nächsten Dekade sieht Gartner keine neuen Mega-Trends in der IT-Industrie, die einen neuen Hype auslösen könnten. Die größten Wachstumschancen werden den Bereichen Mobile/Wireless, Web Services und Biotechnologie zugeschrieben. Gartner rechnet vor allem damit, dass sich der am Boden liegende Markt für Mobile/Wireless in den nächsten zwei Jahren erholen wird. "Ein mobiles Engerät das noch dazu always on ist, birgt ein derartiges Potenzial, dass es die Märkte nicht ignorieren können", meint Gartner-Forschungsdirektor Steve Prentice. Bei den Web Services werde es noch ein paar Jahre dauern, bis sich erfolgreiche Modelle durchsetzen. "Der wahre Wert von Web Services kann erst generiert werden, wenn die Technologien problemlos laufen, die Businessmodelle robust sind und die Endkunden ein klares Verständnis über Verwendung bzw. Nutzen der Services haben", so Prentice. Derzeit seien Web Services noch Lösungen, die nach einem Problem suchen. Den größten Hype erwartet Gartner allerdings im Bereich Biotechnologie.

Die derzeit etwas orientierungslose Phase lässt sich auch an den IT-Investitionen der europäischen Enduser ablesen. In einer von Gartner durchgeführten Umfrage, stellte sich heraus, dass die Ausgaben in Grossbritannien sowohl 2002 als auch im nächsten Jahr zurückgehen werden. Für 2003 gaben 42,2 Prozent der Briten an, ihre IT-Ausgaben nicht zu erhöhen. Somit war Großbritannien das einzige Land mit rückläufigen Investitionen. Als die größten Technikfreaks erwiesen sich die Italiener. 45 Prozent wollen ihre IT-Ausgaben im laufenden Jahr erhöhen, gefolgt von Frankreich (36,2 Prozent), Schweden (35,5 Prozent), den Benelux-Ländern (29,1 Prozent) und Deutschland (28 Prozent).

Oliver Scheiber | pte.monitor

Weitere Berichte zu: Biotechnologie Hype IT-Ausgabe IT-Innovationen Mobile/Wireless

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie