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Studie zu den Einflussfaktoren der Studienentscheidung: Fünf Typen lassen sich erkennen

06.09.2007
Jede Entscheidung für ein Studium wird individuell gefällt, jedoch lassen sich auch eine Reihe von Gemeinsamkeiten finden. Fünf Typen mit übereinstimmenden Entscheidungsmerkmalen können aus einer Befragung von Schülern und Schülerinnen, die das CHE in Kooperation mit EINSTIEG durchgeführt hat, abgeleitet werden.

Welche Faktoren sind für die Entscheidung zu einem Studium ausschlaggebend? Sind es die Studieninhalte oder sind es äußere Bedingungen, die letztlich die Wahl eines Studienfachs oder die Vorliebe für eine Hochschule bestimmen? Das CHE befragte in Kooperation mit der EINSTIEG GmbH knapp 3.600 Schüler und Schülerinnen in ihrem letzten Schuljahr zu ihren Wünschen hinsichtlich der Hochschul- und Studienfachwahl, zur Nutzung verschiedener Informationsquellen, zum Informationsstand sowie zu den schulischen Leistungen. "Insbesondere mit der Beschreibung von Gemeinsamkeiten und der darauf aufbauenden Typologie wollen wir die bisher vorliegenden Studien zum Entscheidungsverhalten von Schülern ergänzen und neue Möglichkeiten für das Hochschulmarketing eröffnen" sagt Projektleiter Markus F. Langer.

Fünf Entscheidungs-Typen lassen sich aus der Studie ableiten:

Intrinsische Altruisten entscheiden weitgehend ohne Rücksicht auf das eigene Wohlergehen, persönliche Entfaltung ist ihnen gleichwohl wichtig. Das Gerechtigkeitsempfinden ist ausgeprägt. Berufschancen spielen für sie keine wesentliche Rolle bei der Studienentscheidung.

Heimatgebundene Hedonisten stellen generell das individuelle Wohlbefinden in den Mittelpunkt ihrer Entscheidung. So ist ihnen die Freizeit und Atmosphäre wie auch die Heimat- und Elternnähe so wichtig wie keinem anderen Typ. Die eigenen Neigungen und Begabungen spielen für diese Personen von allen Typen die geringste Rolle.

Serviceorientierte Unabhängige stellen den Ort des Studiums als Einflussfaktor für die Entscheidung gänzlich zurück. Zentral für sie sind die Betreuung und der Service an einer Hochschule. Die eigenen Neigungen und Begabungen sind für diesen Typ Entscheider/innen von höherer Bedeutung als bei den ersten beiden Typen

Leistungsstarke Karriereorientierte setzen ganz klar auf die eigenen Neigungen und Begabungen bei der Studienwahl und schauen bei der Entscheidung vor allem auf die sich eröffnenden Berufschancen. Für diese Personen spielen alle anderen Dinge eine untergeordnete Rolle. Ausgenommen von der Nähe zur Heimat und ihren Eltern, gibt es keine bedeutenden weiteren Einflussfaktoren auf ihre Studienentscheidung.

Hedonistische Karriereorientierte setzen ebenfalls auf eigene Neigungen und Begabungen bei der Studienwahl. Sie gewichten die Berufschancen genauso hoch wie die Leistungsstarken Karriereorientierten.

Trotz einer großen Heterogenität beim Prozess und bei den Motiven der Hochschul- und Studienfachwahl lassen sich somit Gemeinsamkeiten erkennen, die sowohl für die Studienberatung als auch für ein effektives und effizientes Hochschulmarketing Ansatzpunkte bieten.

Die Befragung zeigt zudem, dass der Informationsstand der meisten Schüler und Schülerinnen bezüglich ihrer Studienmöglichkeiten kurz vor Vollendung der Schullaufbahn noch gering war.

Am 27. September veranstaltet die EINSTIEG GmbH eine Fachtagung zu "Wettbewerbsstrategien vor dem Hintergrund des Informationsverhaltens von Oberstufenschülern", auf der u. a. Ergebnisse der Studie präsentiert werden.

Ansprechpartner:
Markus F. Langer
05241 21179-31
markus.langer@che-consult.de
Cort-Denis Hachmeister
05241 9761-35
cort-denis.hachmeister@che-ranking.de

Britta Hoffmann-Kobert | idw
Weitere Informationen:
http://www.che.de

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