Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mobilfunk verursacht keine Zellschäden

04.09.2007
Deutsches Mobilfunkforschungsprogramm untersuchte Wirkungsmechanismen an Zellen

Ein Vorwurf gegenüber Mobilfunk besteht darin, dass durch die eingesetzten, hochfrequenten elektromagnetischen Felder Zellveränderungen auftreten, die zu einem erhöhten Tumorrisiko führen können. Das Projekt "Wirkungsmechanismen an Zellen unter Exposition mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern der Mobilfunktechnologie", im Rahmen des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms, ging dieser Frage nach und stellte fest: Es ergaben sich keine Hinweise auf eine Beeinflussung von Zellvermehrung, Lebensfähigkeit, Zellzyklus und Apoptose ("programmierter Zelltod") sowie auf Auslösen von Stressproteinen durch Mobilfunk.

Untersucht wurde die Wirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder des Mobilfunks (GSM 1800) auf die Funktion von vier immunrelevanten Zelltypen (primäre menschliche Monozyten, MM6, primäre Lymphozyten und K562-Zellen). Dabei wurden die Zellkulturen mit unterschiedlichen Signalen und Stärken (SAR-Werten), auch über dem Basisgrenzwert für die SAR von 2 Watt pro Kilogramm, befeldet. Fazit des Projekts: Eine biologische Relevanz im Sinne eines nachteiligen Effektes auf die untersuchten Zellfunktionen ist nicht erkennbar. Hinweise aus anderen Studien auf DNA-Schäden oder Einflüsse auf Stressproteine wurden nicht bestätigt.

"Das Ergebnis dieses Forschungsprojektes zeigt, dass die Sorgen gegenüber Mobilfunk ernst genommen werden und Hinweisen auf eine mögliche, gesundheitliche Gefährdung seriös nachgegangen wird", erläutert FMK-Geschäftsführer Maximilian Maier das Ergebnis. "Abermals konnten Hinweise, in diesem Fall zu Zellschädigungen, aufgeklärt werden. Das ist eine beruhigende Nachricht für uns alle", so Maier abschließend.

Deutsches Mobilfunk Forschungsprogramm

Das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm wird zu gleichen Teilen vom Bundesumweltministerium (BMU) und den Mobilfunkbetreibern mit insgesamt 17 Millionen Euro gefördert. Initiatoren sind das BMU und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Die Mobilfunkbetreiber haben bei Auswahl der Forschungsprojekte und Auswahl der Forschungsergebnisse kein Mitspracherecht.

Die Bewertung der Gesamtergebnisse des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogrammes durch das Bundesamt für Strahlenschutz und die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) werden der Öffentlichkeit voraussichtlich Anfang 2008 vorgestellt.

Service

SAR-Wert

Die Spezifische Absorptionsrate (SAR) gibt an, wie viel elektromagnetische Energie (von Funkwellen) im Körper aufgenommen wird. Der SAR-Wert wird in Watt pro Kilogramm Körpermasse gemessen. Die Basisgrenzwerte für die spezifische Absorptionsrate (SAR) wurden auf der Grundlage der so genannten biologischen Wirkungsschwelle ermittelt, unterhalb der keine gesundheitlichen Folgen auftreten. Je nachdem ob der ganze Körper oder nur ein Teilbereich, wie zum Beispiel der Kopf, betrachtet wird, gelten unterschiedliche Grenzwerte für die spezifische Absorptionsrate. Sie berücksichtigen alle bekannten thermischen und nicht-thermischen Effekte.

SAR Basisgrenzwerte
Für den ganzen Körper bzw. für Mobilfunkanlagen 0,08 W/kg
Für Teilbereiche des Körpers (z.B. Kopf) bzw. für Handys 2 Watt/kg
Link:
Abschlussbericht und weitere Informationen unter:
http://www.emf-forschungsprogramm.de/forschung/biologie/biologie_abges/bio_030.html
FMK- Forum Mobilkommunikation
Die freiwillige Brancheninitiative FMK ist Ihr Ansprechpartner bei allen Fragen zu Mobilkommunikation und der Mobilfunk-Infrastruktur. Das FMK vermittelt zwischen Betreibern und Gemeinden, um gemeinsame Lösungen zu finden. Wir liefern Ihnen Zahlen, Daten und Fakten, damit Sie sich Ihre persönliche Meinung über Mobilfunk bilden können. Alcatel-Lucent, Ericsson, FEEI, Hutchison 3G Austria, Kapsch Carrier Com, mobilkom austria, Motorola, Nokia, One, Siemens und T-Mobile sind Mitglieder im FMK.

Michael Buchner | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.fmk.at
http://www.emf-forschungsprogramm.de/forschung/biologie/biologie_abges/bio_030.html

Weitere Berichte zu: Absorptionsrate Mobilfunk SAR Strahlenschutz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

nachricht »Zweites Leben« für Smartphones und Tablets
16.03.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Im Focus: Molecules Brilliantly Illuminated

Physicists at the Laboratory for Attosecond Physics, which is jointly run by Ludwig-Maximilians-Universität and the Max Planck Institute of Quantum Optics, have developed a high-power laser system that generates ultrashort pulses of light covering a large share of the mid-infrared spectrum. The researchers envisage a wide range of applications for the technology – in the early diagnosis of cancer, for instance.

Molecules are the building blocks of life. Like all other organisms, we are made of them. They control our biorhythm, and they can also reflect our state of...

Im Focus: Metalle verbinden ohne Schweißen

Kieler Prototyp für neue Verbindungstechnik wird auf Hannover Messe präsentiert

Schweißen ist noch immer die Standardtechnik, um Metalle miteinander zu verbinden. Doch das aufwändige Verfahren unter hohen Temperaturen ist nicht überall...

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Event News

Invitation to the upcoming "Current Topics in Bioinformatics: Big Data in Genomics and Medicine"

13.04.2018 | Event News

Unique scope of UV LED technologies and applications presented in Berlin: ICULTA-2018

12.04.2018 | Event News

IWOLIA: A conference bringing together German Industrie 4.0 and French Industrie du Futur

09.04.2018 | Event News

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Moleküle brillant beleuchtet

23.04.2018 | Physik Astronomie

Sauber und effizient - Fraunhofer ISE präsentiert Wasserstofftechnologien auf Hannover Messe

23.04.2018 | HANNOVER MESSE

Fraunhofer IMWS entwickelt biobasierte Faser-Kunststoff-Verbunde für Leichtbau-Anwendungen

23.04.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics