Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Highspeed-WLAN verdrängt Ethernet in drei Jahren

30.08.2007
Nutzermobilität macht Funk zur bevorzugten Verbindungsmethode

Der kommende WLAN-Standard 802.11n könnte in den nächsten drei Jahren das kabelgebundene Ethernet-Netzwerk ersetzen. Das ist die Ansicht des Analysten Paul DeBeasi von der Burton Group, der zu einem schnellen Umstieg auf den neuen Standard rät. Hauptgründe für den Erfolg ortet DeBeasi im Nutzerverhalten. User würden zunehmend mehr Anwendungen mobil nutzen wollen, daher werde sich Highspeed-WLAN durchsetzen, meint der Analyst.

In seinem Bericht rät DeBeasi Unternehmen, schnellstmöglich Pläne für den Wechsel vom kabelgebundenen Netzwerk auf den Funkstandard zu erstellen. "Der neue n-Standard wird rasch eine allgegenwärtige Mobilität bewirken. Aus diesem Grund sollten IT-Verantwortliche frühzeitig darüber nachdenken, wie sie am besten ein vollständig kabelloses LAN implementieren können", so DeBeasi. In der Studie verglich der Analyst das kabelgebundene Netzwerk nach dem Gigabit-Ethernet-Standard mit dem Funkstandard im aktuellen Entwurf 2.0. Zwar hat Gigabit-Ethernet eine mehr als dreifache Bandbreite, insgesamt überwiege jedoch deutlich der Faktor Mobilität. 802.11n könnte somit bald die erste Wahl darstellen, um sich in Netzwerke einzuwählen.

Damit sind die Tage von Kabelnetzen jedoch noch nicht endgültig gezählt. Rechner mit größerem Traffic-Aufkommen würde man auch weiterhin per Ethernet miteinander verbinden, so DeBeasi. "Dazu kommt, dass es Anwender gibt, die einfach kein Funknetzwerk installieren wollen", weiß Mike Lange, Leiter Business Development, Product Marketing & Pre Sales beim Netzwerkspezialisten D-Link, und nennt im Gespräch mit pressetext zwei Hauptgründe. "Zum einen sind es Vorbehalte aus Gründen der zusätzlichen Strahlenbelastung, andererseits gibt es nach wie vor bei einigen Usern Bedenken beim Thema Sicherheit."

... mehr zu:
»Analyst »Ethernet »Highspeed-WLAN

Lange ist jedoch ebenso wie der Burton-Analyst davon überzeugt, dass 802.11n zu einer Erfolgsgeschichte wird. "Die Industrie hat schon lange Zeit auf eine Weiterentwicklung des aktuell verwendeten Standards 802.11g gewartet. In den nächsten drei bis fünf Jahren wird 802.11n zur vorherrschenden Funktechnik werden", meint Lange. Die aktuell vorliegende Funktechnik befindet sich allerdings noch im Entwurfstadium und wird frühestens 2008 vom zuständigen Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) verabschiedet. Die Wi-Fi Alliance zertifiziert allerdings bereits jetzt Geräte, die dem aktuellen Draft 2.0 entsprechen. "D-Link ist in den Entwicklungsgremien vertreten. Wir gehen davon aus, dass sich an der Spezifikation nur mehr wenig ändern wird und ein Firmware-Update reicht, um die Geräte auf den Letztstand zu bringen", sagt Lange, der allerdings einschränkt, dies natürlich nicht garantieren zu können.

Andreas List | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.burtongroup.com
http://www.d-link.de

Weitere Berichte zu: Analyst Ethernet Highspeed-WLAN

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu Bildungsangeboten für die Industrie 4.0 in Österreich
05.02.2018 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Schildkrötengehirne sind komplexer als gedacht
05.02.2018 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Im Focus: Das VLT der ESO arbeitet erstmals wie ein 16-Meter-Teleskop

Erstes Licht für das ESPRESSO-Instrument mit allen vier Hauptteleskopen

Das ESPRESSO-Instrument am Very Large Telescope der ESO in Chile hat zum ersten Mal das kombinierte Licht aller vier 8,2-Meter-Hauptteleskope nutzbar gemacht....

Im Focus: Neuer Quantenspeicher behält Information über Stunden

Information in einem Quantensystem abzuspeichern ist schwer, sie geht meist rasch verloren. An der TU Wien erzielte man nun ultralange Speicherzeiten mit winzigen Diamanten.

Mit Quantenteilchen kann man Information speichern und manipulieren – das ist die Basis für viele vielversprechende Technologien, vom hochsensiblen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Auf der grünen Welle in die Zukunft des Mobilfunks

16.02.2018 | Veranstaltungen

Smart City: Interdisziplinäre Konferenz zu Solarenergie und Architektur

15.02.2018 | Veranstaltungen

Forschung für fruchtbare Böden / BonaRes-Konferenz 2018 versammelt internationale Bodenforscher

15.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

17.02.2018 | Energie und Elektrotechnik

Stammbaum der Tagfalter erstmalig umfassend neu aufgestellt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Strategien zur Behandlung chronischer Nierenleiden kommen aus der Tierwelt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics