Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Trendstudie: Fernsehen Unterhaltungsmedium Nummer eins

22.08.2007
Internet und TV kommen sich nicht in die Quere

Das Medium Fernsehen wird in Deutschland vor allem zur Unterhaltung bzw. Entspannung genutzt. Darüber hinaus wird TV aber auch aufgrund seiner Aktualität geschätzt, wie das vierteljährliche Trendbarometer von IP Deutschland zeigt. Im Vergleich dazu sind die Nutzungsmotive für das Internet, das sich mittlerweile auf Augenhöhe mit den klassischen Massenmedien befindet, etwas anders gelagert. An der Onlinewelt schätzen die User besonders ihre hohe Informationskompetenz. Laut Studie greifen 60 Prozent der Befragten vor allem dann auf das Internet zurück, wenn sie spezifische Hintergrundinfos suchen oder die Allgemeinbildung verbessern wollen.

Während das Fernsehen eher passiv konsumiert wird, verlangt das Internet eine aktive Auseinandersetzung vom Nutzer. Daher wird TV auch häufig als Entspannungsmedium sowie zur Alltagsflucht herangezogen. Da sich die Nutzungsmotive für die beiden Medien relativ klar unterscheiden, muss das Fernsehen auch nicht fürchten, von der weiter steigenden Beliebtheit des Internets verdrängt zu werden. Vielmehr decken TV und Web die Bedürfnisse der User ergänzend ab. "Im Grunde ist das Internet ein ideales Ergänzungsmedium, weil es auf Abruf funktioniert und Vertiefung sowie beste Interaktionsmöglichkeiten bietet. Natürlich findet je nach Interesse der Nutzer eine punktuelle Verlagerung statt", bestätigt Jan Isenbart, Bereichsleiter Mediaforschung & Services bei IP Deutschland, gegenüber pressetext.

Laut Trendbarometer sind 70 Prozent der Befragten der Ansicht, dass das Internet das beste Medium zur Informationsgewinnung ist. Dem Fernsehen schreibt die Mehrheit wiederum eine aktuelle Informationskompetenz zu. 60 Prozent der Studienteilnehmer nutzen das Medium, um sich über tagesaktuelle Themen zu informieren. Der Unterhaltungswert von TV ist jedoch noch stärker im Vordergrund. So geben drei Viertel der Befragten an, dass das Fernsehen die höchste Kompetenz in diesem Bereich hat und nur ein Viertel sucht Unterhaltung in erster Linie im Internet.

Insgesamt wurden 1.000 Personen zwischen 14 und 49 Jahren zu Markttrends und Medien befragt. Davon nutzen 47,9 Prozent das Fernsehen sowie 39,5 Prozent das Internet, um "mitreden zu können". 22,6 Prozent holen sich nähere Informationen zu Produkten aus dem TV, 60,3 Prozent beziehen die Infos hingegen aus dem Web.

In genau dieser Form habe man die Funktionen der unterschiedlichen Mediengattungen zum ersten Mal abfragen lassen, sagt Isenbart auf Nachfrage von pressetext. "Allerdings werden die Ergebnisse sehr gut durch die große Mediennutzungsstudie 'MindSet' der Agentur MindShare (an der wir als einer der Medienpartner mitgewirkt haben) von 2006 bestätigt", fügt Isenbart hinzu. Aus der qualitativen Forschung gebe es auch einige Befunde, die diese Ergebnisse sehr plausibel erscheinen ließen.

Claudia Zettel | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.ip-deutschland.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Im Focus: Forscher entschlüsseln erstmals intaktes Virus atomgenau mit Röntgenlaser

Bahnbrechende Untersuchungsmethode beschleunigt Proteinanalyse um ein Vielfaches

Ein internationales Forscherteam hat erstmals mit einem Röntgenlaser die atomgenaue Struktur eines intakten Viruspartikels entschlüsselt. Die verwendete...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

Forschung zu Stressbewältigung wird diskutiert

21.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Individualisierte Faserkomponenten für den Weltmarkt

22.06.2017 | Physik Astronomie

Evolutionsbiologie: Wie die Zellen zu ihren Kraftwerken kamen

22.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Spinflüssigkeiten – zurück zu den Anfängen

22.06.2017 | Physik Astronomie