Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mitarbeiter tappen bei IT-Sicherheit oft im Dunklen

14.08.2007
Umfrage: Häufig Sicherheitslücken bei kleineren Unternehmen

In vielen kleineren Unternehmen bestehen - ungeachtet aller Bemühungen - noch immer gravierende Sicherheitsdefizite. Dies ergab der IT-Sicherheitsreport 2007 des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG). So werden die Mitarbeiter mit der Sicherheit der IT meist alleine gelassen: Die Hälfte aller Unternehmen schult oder informiert seine Angestellten erst gar nicht zu Sicherheitsfragen. Zudem verfügt die Hälfte der befragten Unternehmen nicht über IT-Notfallpläne, die zum Beispiel bei einem erfolgreichen Virenangriff eingesetzt werden könnten.

Obwohl zahlreiche Studien belegen, dass die meisten IT-Sicherheitsprobleme durch Fehlverhalten von Mitarbeitern entstehen, wird diese Schwachstelle bei vielen Unternehmen übersehen. So informieren beziehungsweise schulen viele kleinere Unternehmen ihre Mitarbeiter nur unzureichend. Jeder zweite Betrieb bezieht die Mitarbeiter gar nicht in die IT-Sicherheitsstrategie mit ein.

Grund für den Schulungsmangel scheint insbesondere ein Informationsdefizit der Unternehmensführung zu sein. So bekundet ein Fünftel der Befragten, sich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben. Weitere 15 Prozent geben explizit an, über zu geringes Know-how zu verfügen.

... mehr zu:
»BMWi »ECC »Geschäftsverkehr »IT-Sicherheit »NEG

Führt ein Unternehmen Mitarbeiterschulungen durch, so werden diese bei über der Hälfte der Befragten zumindest quartalsweise angeboten. Ein Viertel der Unternehmen schult die eigenen Mitarbeiter sogar mindestens einmal pro Monat zum Thema IT-Sicherheit. Aber lediglich knapp ein Drittel der Unternehmen (30 Prozent) überprüft deren Wissen über IT-Sicherheit. Zwei Drittel (70 Prozent) sehen von einer Wissensüberprüfung ab.

IT-Sicherheit als Aufgabe für das gesamte Unternehmen

"Kleinere Unternehmen haben in den letzten Jahren versucht, ihre IT-Sicherheit zu erhöhen. Trotzdem bestehen weiterhin in zahlreichen Fällen große Sicherheitslücken. Viele Entscheidungsträger verengen das Thema auf den technischen Aspekt und betrachten es nicht als ganzheitliche Managementaufgabe. Eine erfolgreiche Sicherheitsstrategie benötigt jedoch immer die Unterstützung der Geschäftsführung und muss alle Mitarbeiter einbeziehen", sagt Projektleiter Andreas Duscha vom ECC Handel, Köln.

Bundesweit beteiligten sich 275 Unternehmen an der Online-Untersuchung "IT-Sicherheit in Unternehmen 2007". In der Stichprobe sind kleinere Unternehmen besonders gut vertreten: Knapp die Hälfte der Befragten beschäftigen weniger als 10 Mitarbeiter. Alle Wirtschaftszweige sind angemessen berücksichtigt, knapp 45 Prozent der teilnehmenden Unternehmen erbringen Dienstleistungen.

Der IT-Sicherheitsreport ist Bestandteil der Arbeit des Netzwerks

Elektronischer Geschäftsverkehr zur Sensibilisierung und Information von kleinen und mittleren Unternehmen sowie dem Handwerk. Sie wurde vom E-Commerce-Center Handel im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Projekts "Informations- und Handlungsangebot für sichere eGeschäftsprozesse in KMU und Handwerk" durchgeführt. Unter dem Dach des NEG sind neben dem ECC Handel die Arbeitsgemeinschaft sächsischer Kammern zur Unterstützung des elektronischen Geschäftsverkehrs in KMUs (SAGeG), das Kompetenz-Zentrum Electronic Commerce Schwaben (KECoS) und das Mainfränkische Electronic Commerce Kompetenzzentrum (MECK) beteiligt.

Weitere Informationen zur Studie erhalten Sie unter www.ec-net.de und beim Projektleiter Andreas Duscha vom ECC Handel.

Das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr

Das NEG (www.ec-net.de) ist ein Verbund von 25 regionalen Kompetenzzentren für den elektronischen Geschäftsverkehr und einem Branchenzentrum für den Handel. Diese unterstützen Mittelstand und Handwerk bei der Einführung und Nutzung von E-Business. Das Netzwerk wird seit 1998 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert.

E-Commerce-Center Handel (ECC Handel)

Das ECC Handel (http://www.ecc-handel.de) wurde 1999 als Forschungs- und Beratungsinitiative unter der Leitung des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln ins Leben gerufen. Das Ziel ist es, insbesondere kleine und mittelständische Handelsunternehmen zum Thema E-Commerce zu informieren. Zahlreiche Aspekte des E-Commerce im Handel hat das ECC Handel in eigenen Studien untersucht. Es wird vom BMWi gefördert und ist in das NEG eingebunden.

Dipl.-Wirt.-Inf. Andreas Duscha
Tel: 02 21 / 94 36 07 70
E-Mail: a.duscha@ecc-handel.de

Birgit Bott | idw
Weitere Informationen:
http://www.ecc-handel.de
http://www.pt-dlr.de/
http://www.ec-net.de

Weitere Berichte zu: BMWi ECC Geschäftsverkehr IT-Sicherheit NEG

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie