Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kinder- und Jugendkulturprojekte untersucht: Ohne Engagement und Herzblut läuft nichts

14.08.2007
"Potenzialstudie zu Kinder- und Jugendkulturprojekten" der PwC-Stiftung Jugend - Bildung - Kultur und des Zentrums für Kulturforschung analysiert 60 "Best Practice"-Beispiele und benennt Qualitätskriterien für erfolgreiche Kinder- und Jugendkulturarbeit in Deutschland.

Kinder und Jugendliche sind immer dann begeistert, wenn sie bildende Kunst, Tanz, Theater, Literatur, Film oder Musik für sich entdecken und kreativ nutzen. Erfolgreiche Kinder- und Jugendkulturprojekte setzen daher auf die künstlerisch-kreative Aktivierung ihrer jungen Zielgruppe. So lautet ein Ergebnis der "Potenzialstudie zu Kinder- und Jugendkulturprojekten", die die PwC-Stiftung Jugend - Bildung - Kultur mit Sitz in Frankfurt am Main und das Zentrum für Kulturforschung (ZfKf) in Bonn jetzt vorgelegt haben.

Projekte, die sich an junge Menschen aus sozialen Brennpunkten oder mit Migrationshintergrund richten, konzentrieren sich häufig auf niedrigschwellige und vor allem populäre Kulturinhalte. Dies führt zu einer Benachteiligung dieser Gruppen in der kulturellen Bildung, stellen die Forscher fest. Hier sollte aus ihrer Sicht gegen gesteuert werden, in dem beispielsweise auch klassische Kunstformen thematisiert werden. Gerade solche Projekte, die sich an sozial benachteiligte und bildungsferne Kinder und Jugendliche richten, müssen besonders gut ausgestattet werden, wenn sie erfolgreich sein sollen, mahnt die Studie. Hier müssten besonders tragfähige Strukturen geschaffen und flexible Abläufe eingeplant werden, da es während des Projektverlaufs vielfach auch zu Reibungen und unerwarteten Umständen komme.

Intensive Vernetzung und regelmäßiger Austausch der am Projekt Beteiligten, ein pädagogisches Konzept, ausreichend pädagogisches und künstlerisches Know-how sowie viel Herzblut und Engagement der Projektbetreuer - das sind weitere entscheidenden Bausteine, die zum Gelingen eines Projekts in der Kinder- und Jugendkulturbildung beitragen. Die künstlerische Arbeit der Kinder und Jugendlichen sollte am Projektende stets in einer Aufführung oder Ausstellung münden, empfiehlt die Studie.

Als besonders erfolgreich erwiesen sich Projekte mit einer Vermittlungsdauer von einer bis mehrere Wochen. Innerhalb eines solchen begrenzten Zeitraums sind Kinder und Jugendliche am ehestens motiviert und konzentriert bei der Realisierung einer künstlerischen Arbeit. Viele positive Effekte ergeben sich, wenn ein Vorhaben der kulturellen Jugendbildung mit Einrichtungen im Stadtteil verknüpft wird.

Die von der PwC-Stiftung initiierte Potenzialstudie untersucht erstmals systematisch Ansätze, Strukturen und Wirkungsweisen von Projekten der Kinder- und Jugendbildung in Deutschland und benennt konkrete Faktoren und Qualitätskriterien, die für das Gelingen von Projekten entscheidend sind. Das Bonner Zentrum für Kulturforschung hat im Auftrag der PwC-Stiftung 60 beispielhafte Projekte der kulturellen Jugendbildung in Deutschland genauer unter die Lupe genommen, die aufgrund ihrer Präsenz in Fachliteratur, Tagungsdokumentationen und Online-Datenbanken als "Best Practice"
bezeichnet werden können. Zu den analysierten Projekten gehören u.a.
KunstKlub Kids Düsseldorf, Theater und Schule aus Berlin, Museum im Koffer aus Nürnberg und Musik im Kindergartenalltag aus Viersen.
Die PwC-Stiftung "Jugend - Bildung - Kultur" gibt es seit Dezember 2002. Sie ist auf Initiative der Führungskräfte der PricewaterhouseCoopers AG WPG gegründet worden und hat inzwischen über hundert Projekte der kulturellen Jugendarbeit gefördert. Das Unternehmen gehört mit mehr als 8.100 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro zu den führenden

Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland.

Die Studie kann im Internet abgerufen werden unter:
www.pwc-stiftung.de
Ansprechpartner:
PwC-Stiftung Jugend - Bildung - Kultur
Marion von Manteuffel, Tel.: 0 69-95 11-98 92;
marion.von.manteuffel@de.pwc.com
Dr. Heike Riesling-Schärfe, Tel.: 0 69-95 11-98 91,
heike.riesling-schaerfe@de.pwc.com

Jürgen Wallinda-Zilla | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.pwc-stiftung.de

Weitere Berichte zu: Jugendbildung Kulturforschung Potenzialstudie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten