Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Logistikstandort Mecklenburg als Jobmotor

31.07.2007
Den Logistikstandort Mecklenburg haben Prof. Dr. Peter Biebig und Prof. Dr. Gunnar Prause in zwei Studien näher untersucht. Beide Studien wurden zusammen als Heft 07/2007 der Wismarer Diskussionspapiere veröffentlicht.

Beide Autoren kommen zusammengefasst zu den Aussagen, dass die bundesdeutsche Logistikbranche boomt und ein echter Jobmotor ist. Die Logistik ist nicht nur einer der größten Wirtschaftsbranchen in Deutschland und wird als Motor für Wachstum und Innovation gesehen. Sie führt damit auch zur Schaffung neuer, zukunftsfähiger Arbeitsplätze.

Laut Prause und Biebig erwirtschafteten im Jahre 2006 rund 60.000 Unternehmen einen Jahresumsatz von ca. 170 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anteil von rund 7 Prozent am Bruttoinlandsprodukt und repräsen¬tiert etwa 25 Prozent des europäischen Marktvolumens aller Logistikdienstleistungen. Mit 2,7 Millionen Beschäftigten ist die Logistikwirtschaft die beschäftigungsreichste Industriebranche und für die kommenden Jahre wird mit einem weiteren Anstieg der Arbeitsplätze von vier Prozent gerechnet. "Das heißt", so Prause, "dass die Nachfrage noch immer nicht befriedigt und mit einem Anstieg der Arbeitsplätze zu rechnen ist". Deutschland nimmt damit im Bereich Logistik eine Spitzenposition ein, wobei der hohe Entwicklungsstand der deutschen Logistikwirtschaft zum großen Teil der erstklassigen Infrastruktur in Deutschland zu verdanken ist, wo sie die Vielfalt von Straßen-, Schienen-, Luft- und Wasserwegen intermodal nutzen könne. Die Branche setze zunehmend modernste Technologien ein, wie die Warenverfolgung per Satellit.

Seit Mai 2004 spielt auch unter dem Blickwinkel der Logistik der Ostseeraum eine besondere Rolle, denn mit Ausnahme Russlands sind alle Anrainerstaaten Mitglieder der Europäischen Union. Damit gewinnt die nordische Dimension innerhalb der EU stark an Gewicht, denn die neuen EU-Ostseestaaten tragen nicht nur in Bezug auf die Bevölkerung am stärksten zur EU-Erweiterung bei, sondern sie repräsentieren auch die Volkswirtschaften mit den größten Wachstumsraten innerhalb der EU.

Verbunden mit dem höheren Wirtschaftswachstum ist ein starkes Ansteigen des Transportaufkommens und der Logistikaktivitäten innerhalb des Ostseeraumes. Um den gestiegenen Logistikanforderungen Rechnung zu tragen, werden in den zwei InterregIIIB-Projekten "LogOn Baltic" und "InterBaltic" Antworten auf den zukünftigen Logistikbedarf gesucht und Konzepte entwickelt, die Effizienz der vorhandenen Logistikstrukturen zu steigern.Die Hochschule Wismar ist als einzige Institution aus Mecklenburg-Vorpommern in beiden Projekten vertreten. Mit empirischen Methoden wird dabei versucht, den Einfluss der Logistik auf die Regionalentwicklung zu bestimmen, was durch eine Reihe von Befragungen und Studien realisiert wird. Zwei wichtige Studien für die Region Mecklenburg liegen dieser Veröffentlichung zu Grunde. Weitere Details können Heft 07/2007 der Wismarer Diskussionspapiere entnommen werden. Das Heft kann über den Buchhandel bestellt werden.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an Prof. Dr. Gunnar Prause, Tel.: (03841) 753 297 bzw. E-Mail: g.prause@wi.hs-wismar.de oder Prof. Dr. Jost W. Kramer, Tel. (03841) 753 441 bzw. E-Mail: j.kramer@wi.hs-wismar.de.

Kerstin Baldauf | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-wismar.de

Weitere Berichte zu: Jobmotor Logistik Logistikstandort Mecklenburg

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Der Klang des Ozeans
12.01.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Verstädterung wird 300.000 km2 fruchtbarsten Ackerlands verschlingen
27.12.2016 | Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

ALMA beginnt Beobachtung der Sonne

18.01.2017 | Physik Astronomie

Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

18.01.2017 | Architektur Bauwesen

Neues Forschungsspecial zu Meeren, Ozeanen und Gewässern

18.01.2017 | Geowissenschaften