Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Studie über Krebszellenwucherungen begonnen

30.07.2007
Siemens und das Memorial Sloan-Kettering Cancer Center arbeiten zusammen an der Entwicklung von Bildgebungs-Biomarkern

Die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) erteilte jetzt Siemens und dem Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in den USA die Genehmigung für den Beginn einer klinischen Studie (Phase I) mit dem Forschungs-Biomarker FLT ([F-18]3'-Fluor-3'-desoxythymidin). Der Biomarker für die molekulare Bildgebung soll zur Bewertung und individuellen Anpassung von Krebstherapien eingesetzt werden. FLT gilt als vielversprechend für die Überwachung der Wucherung von Krebszellen und kann damit Krebstherapien wirksamer bewerten.

Um die FLT-Forschung weiter auszudehnen, wird Siemens die klinische FLT-Studie der Phase I unterstützen, die am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in den USA durchgeführt wird. Siemens hat mit dem Krebszentrum einen Forschungskooperationsvertrag über die gemeinsame Entwicklung von Bildgebungs-Biomarkern für PET unterzeichnet. Durch diese Kooperationsansätze will Siemens FLT nicht nur der weiteren Untersuchung durch forschende und akademische Einrichtungen zugänglich machen, sondern auch die Forschung an neuen, zielspezifischen Bildgebungs- Biomarkern für PET fortführen.

„Diese Forschungsarbeiten belegen einmal mehr unser Engagement für den Fortschritt der molekularen Medizin. Die Zusammenarbeit mit führenden medizinischen Einrichtungen weltweit an der Entwicklung gezielter Bildgebungssubstanzen wird den Weg zu personalisierten Therapien ebnen", sagte Michael Reitermann, Leiter des Geschäftsbereichs Molecular Imaging bei Siemens Medical Solutions. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Kollegen am Memorial Sloan-Kettering und hoffen, bald das Potenzial von FLT für die frühe Bewertung von Krebstherapien nutzen zu können."

... mehr zu:
»FLT »Medical »Sloan-Kettering »Solution

FLT gilt als bedeutsam und vielversprechend, weil sich damit in molekularen Bildgebungsverfahren wie PET•CT (Positronenemissionstomographie•Computertomographie) Schlüsselschritte in der DNA-Replikation bildlich darstellen lassen. Diese Schritte gehen der Zellteilung voraus und können so Ärzten und Forschern Aufschluss über die Proliferationsrate von Krebszellen geben. Durch die Darstellung der biologischen Prozesse innerhalb von Krebszellen könnte FLT eine auf den Einzelnen zugeschnittene Krebstherapie ermöglichen. Die Wirksamkeit individueller Therapien ließe sich schnell prüfen, so dass unwirksame Behandlungen vermieden und die für den Patienten jeweils beste Therapie ausfindig gemacht werden könnte. Molekulare Bildgebungs-Biomarker sind Wirkstoffe, die die bildliche Darstellung von biologischen Prozessen und Krankheiten erlauben. Dadurch können biologische Krankheitsmechanismen erkannt und verstanden werden. Wenn Bildgebungs- Biomarker sich an die erkrankten Zellen oder Gewebe binden, lassen sie diese in PET•CT- oder SPECT•CT-Aufnahmen (Single-Photon-Emissionscomputertomographie) aufleuchten. Die Ergebnisse können dem Arzt helfen, die für den Einzelnen geeignete Therapie zu finden, da die aktiven Pfade im Krankheitsverlauf erkennbar werden. Die Bildgebungs-Biomarker unterstützen nicht nur die Früherkennung, sondern können auch verwendet werden, um zu überprüfen, wie gut bestimmte Behandlungsverfahren wie Arzneimittel, Chemo- und Strahlentherapie wirken. Dazu wird gemessen, welche Auswirkung diese Therapien auf bestimmte Aspekte der Krankheit haben. Mithilfe dieser Erkenntnisse lassen sich unter Umständen neue Behandlungsverfahren entwickeln. Ärzte können so nicht-invasiv den Therapieerfolg überprüfen und ihre Behandlungsansätze gegebenenfalls schnell anpassen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Siemens Medical Solutions ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienstund Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum von bildgebenden Systemen für Diagnose und Therapie, über die Molekularmedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Jüngste Akquisitionen auf dem Gebiet der Labordiagnostik (In-Vitro) – wie die Diagnostic Products Corporation und Bayer Diagnostics – ebnen den Weg dazu, weltweit erstes integriertes Diagnostik-Unternehmen zu werden. Mithilfe all dieser Lösungen ermöglicht Siemens Medical Solutions seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken, Praxen sowie im Rahmen einer integrierten Gesundheitsversorgung und führen zu mehr Effizienz. Siemens Medical Solutions beschäftigt weltweit mehr als 41.000 Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2006 (30. September) erzielte Siemens Medical Solutions einen Umsatz von 8,23 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 9,33 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,06 Mrd. €.

Bianca Braun | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/medical

Weitere Berichte zu: FLT Medical Sloan-Kettering Solution

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie