Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wenig Vertrauen: Nur 14,8 Prozent spüren Verbesserung durch Studiengebühren

25.06.2007
Langzeitstudie "Gebührenkompass" der Universität Hohenheim zeigt: Skepsis in Hamburg besonders groß / Bayern und Baden-Württemberg verhalten optimistisch
Ab Mittwoch, 27. Juni 2007, auch für Ihre Universität vor Ort:
Einzelergebnisse und Hochschulvergleiche unter www.gebuehrenkompass.de
Sie sollen die Lehre verbessern und den Studenten zum König Kunden aufwerten: In fünf Bundesländern (Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern) sind Studiengebühren inzwischen Praxis. Doch statt Kundenzufriedenheit ernten die Gebührenländer bislang vor allem Skepsis bei ihren Studierenden: 71,2 Prozent der Gebührenzahler gehen davon aus, dass es trotz Geldbeiträgen zu keiner Verbesserung kommt. 60 Prozent der zahlenden Studierenden lehnen die Gebühren weiterhin ab und nur 14,8 Prozent konnten bereits spürbare Verbesserungen im Sommersemester feststellen. Zu diesen Ergebnissen kommt die erste unabhängige und wissenschaftlich fundierte Langzeitstudie zur Zufriedenheit von Studierenden mit Studiengebühren, deren Detailergebnisse der Lehrstuhl für Marketing der Universität Hohenheim am kommenden Mittwoch, 27. Juni 2007, in seinem Gebührenkompass unter www.gebuehrenkompass.de präsentiert.

Als eine Ursache für dieses aus Sicht der Universitäten unerfreuliche Ergebnis macht Marktforschungsexperte Prof. Dr. Markus Voeth, Inhaber des Lehrstuhls für Marketing der Universität Hohenheim, mangelnde Erfahrung der Universitäten mit kundenorientiertem Management aus. "Unsere Vorstudien zeigten, dass Kontrolle, Mitbestimmung und Transparenz bei den vertrauensbildenden Maßnahmen ganz oben auf der Liste stehen. Doch rund 5.000 Interviews an 48 Universitäten zeigen, dass dieser Grundsatz an vielen Hochschulen noch nicht genügend berücksichtigt wird". So hätten bundesweit nur 33,6 Prozent der Befragten angegeben, über die Verwendung ihrer Studiengebühren durch ihre Universität informiert worden zu sein.

Die Detailergebnisse ihrer Studie werden Prof. Dr. Voeth und sein Team am kommenden Mittwoch, dem 27. Juni 2007, unter http://www.gebuehrenkompass.de veröffentlichen. Erstmals bieten die Marktforscher dabei einen Vergleich über die Zufriedenheit zwischen verschiedenen Studienfächern, Universitäten und statistisch abgesicherte Hintergründe zu Erwartungen und Zufriedenheit der Gebührenzahler.

... mehr zu:
»Studiengebühr

"Interessante Trends zeichnen sich aber jetzt schon ab", verrät Joachim Pelz, einer der Projektleiter der Studie. So würde bei Studiengebühren ein eindeutiges Nord-Süd-Gefälle bestehen. Während Hamburger Studierende Studiengebühren überaus kritisch gegenüber stehen würden, sei die Zustimmung im Süden Deutschlands (Baden-Württemberg und Bayern) signifikant größer.

Hintergrund

Bei der Langzeitstudie zur Kunden-Zufriedenheit von Gebührenzahlern handelt es sich um die bislang einzige Erhebung mit wissenschaftlich fundierter Methodik: Alle Ergebnisse basieren ausschließlich auf insgesamt 4.950 Vor-Ort-Interviews, die 68 geschulte Mitarbeiter des Lehrstuhls für Marketing der Universität Hohenheim an allen 48 Universitäten mit Studiengebühren in Deutschland persönlich durchführten. Die Untersuchung stützt sich auf Vorstudien mit 40 detaillierten Tiefeninterviews und mehreren Testläufen mit Hunderten von Studierenden. Möglich wird diese kostenintensive Erhebung durch die finanzielle Unterstützung des Projektes durch die GfK, Nürnberg und MLP. Details zur Methodik ebenfalls unter http://www.gebuehrenkompass.de

Florian Klebs | idw
Weitere Informationen:
http://www.gebuehrenkompass.de

Weitere Berichte zu: Studiengebühr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten