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Wir brauchen mehr Studienanfänger!

19.06.2007
18. Sozialerhebung zur Lage der Studierenden vorgestellt / BMBF verweist auf richtige Weichenstellung mit Hochschulpakt und BAföG-Erhöhung

"Deutschland braucht mehr Akademiker. Wir wollen eine Studienanfängerquote von 40 Prozent erreichen", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium Andreas Storm am Dienstag in Berlin. Storm stellte gemeinsam mit dem Präsidenten des Deutschen Studentenwerks, Professor Rolf Dobischat, die 18. Sozialerhebung über "Die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in der Bundesrepublik Deutschland 2006" vor. Für die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Erhebung hat das Hochschul-Informations-System (HIS) im Auftrag des Studentenwerks 17.000 Studierende befragt.

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes kommt Deutschland im Jahr 2005 auf eine Studienanfängerquote von 37 Prozent - damit konnte zwar das Niveau der Vorjahre grundsätzlich gehalten werden. Wie Storm betonte, zeigten diese Zahlen aber auch: "Wir müssen noch besser werden!"

Um die Zahl der Studierenden zu erhöhen, nannte Storm zwei zentrale Ansatzpunkte: den Hochschulpakt von Bund und Ländern und die Verbesserung der finanziellen Situation der Studierenden über die angestrebte BAföG-Erhöhung der Bundesregierung.

Der Hochschulpakt von Bund und Ländern wurde vor wenigen Tagen unterschrieben. "Mit dem Pakt wird der Bund die Länder und die Hochschulen finanziell in die Lage versetzen, bis 2010 insgesamt 91.370 zusätzliche Studienanfänger aufzunehmen - dafür zahlt der Bund 565 Millionen Euro", sagte Storm. "Wir geben damit ein wichtiges Signal an die jungen Menschen, sich für ein Studium zu entscheiden."

.Die Ergebnisse der 18. Sozialerhebung zeigen, dass sich über den Zeitraum der letzten zwei Jahrzehnte die Bildungsbeteiligung der Kinder aus den unterschiedlichen Herkunftsmilieus tendenziell angenähert hat. War in den 80er Jahren die Chance ein Studium zu beginnen für ein Beamtenkind noch sechs mal so hoch wie für ein Arbeiterkind, sank dieser Faktor im Jahr 2005 auf 3,6. "Die Chancen für Kinder aus nicht-akademischen Herkunftsfamilien konnten spürbar gesteigert werden. Dennoch bleibt die Verwirklichung von Chancengerechtigkeit eine vordringliche Aufgabe der Bildungspolitik in Deutschland", bewertete Storm die Zahlen. "Hier ist aktives Handeln von Bund und Ländern gefragt."

Laut Sozialerhebung haben Studierende in Deutschland im Durchschnitt monatliche Einnahmen von 770 Euro. Storm kündigte an, bei der finanziellen Situation der Studierenden anzusetzen und diese zu verbessern: "Wir setzen uns für eine spürbare Erhöhung der BAföG-Sätze und Freibeträge ein". Dies würde auch dazu führen, dass mehr Studierende Anspruch auf BAföG erhalten. Bislang sind es rund 345 000 junge Menschen. Mit der 22. BAföG-Novelle sorgt die Bundesregierung außerdem erstmals für einen Kinderbetreuungszuschlag für Studierende und stellt sicher, dass Migranten mit langfristiger Bleibeperspektive generell BAföG erhalten können.

Die Ergebnisse der 18. Sozialerhebung sind unter http://www.sozialerhebung.de verfügbar.

Die 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks durchgeführt durch HIS Hochschul-Informations-System finden Sie zum Download unter: http://www.bmbf.de/pub/wsldsl_2006.pdf

Die Kurzfassung steht im Internet unter: http://www.bmbf.de/pub/wsldsl_2006_kurzfassung.pdf

bereit.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/2076.php
http://www.sozialerhebung.de
http://www.bmbf.de/pub/wsldsl_2006.pdf

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