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Wertewandel bei deutschen Bundeswehroffizieren

14.06.2007
Studie stellt veränderte Einstellung im familiären Zusammenleben fest

Haben sich durch die gravierenden gesellschaftlichen Veränderungen auch die Einstellungen von Bundeswehroffizieren und ihren Familien verändert?

Psychologen der Universität zu Köln haben zu diesem Thema über 100 Offiziere und ihre Ehefrauen befragt und diese Ergebnisse mit einer Studie aus den frühen 80iger Jahren verglichen. Das Hauptergebnis besteht darin, dass ein deutlicher Wertewandel in Bezug auf die Berufstätigkeit der Ehefrau und die Belange der Kinder zu verzeichnen ist. D.h. während Mitte der 80er Jahre die Familienangehörigen sich den Vorstellungen des soldatischen Ehemanns und Vaters weitestgehend unterordneten, haben die Wünsche der übrigen Familienangehörigen heutzutage an Gewicht gewonnen. Berufstätigkeit der Ehefrau wird weitestgehend akzeptiert, der Umzug der gesamten Familie an einen neuen Dienstort möglichst vermieden: Offiziere führen heute häufig Wochenend-Ehen, was sich häufig positiv auf die finanzielle Situation der Familien auswirkt. Ehefrauen können dadurch kontinuierlich einer Beschäftigung nachgehen und Geld verdienen. Als negative Folge wird allerdings eine erhöhte Entfremdung zwischen Vater und Ehefrau / Kindern genannt. Ob die angegebene Zunahme gesundheitlicher Beschwerden damit im Zusammenhang steht, muss nach Ansicht der Psychologen noch differenzierter untersucht werden.

Bei Rückfragen: Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Minsel, Institut für Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie
Tel.: 0221 470 4074; wolf-ruediger.minsel@uni-koeln.de
Verantwortlich: Dr. Patrick Honecker

Gabriele Rutzen | idw
Weitere Informationen:
http://ifp.uni-koeln.de

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