Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Studie "Internationalisierung des Studiums: Ausländische Studierende in Deutschland - Deutsche Studierende im Ausland"

18.03.2002


Bulmahn: "Deutschland ist weltweit wieder ein attraktiver Studienstandort für junge Menschen aus aller Welt geworden"

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, hat heute in Berlin gemeinsam mit dem Deutschen Studentenwerk die Ergebnisse der Studie "Internationalisierung des Studiums: Ausländische Studierende in Deutschland - Deutsche Studierende im Ausland" vorgestellt. Danach gibt es bei der Zahl ausländischer Studierender eine Steigerung um 21% vom Wintersemester 97/98 bis zum Wintersemester 2000/2001. In absoluten Zahlen: von rund 104.000 auf jetzt rund 126.000. Nach ersten Schätzungen ist im vergangenen Jahr die Zahl nochmals um gut 15% auf jetzt ca. 140.000 Studierende gestiegen.

Bundesbildungsministerin Bulmahn zeigte sich über diese Entwicklung hocherfreut. "Deutschland ist endlich wieder ein attraktiver Studienstandort für Studierende aus aller Welt geworden! Nach den USA und Großbritannien ist Deutschland das beliebteste Gastland für Studierende aus anderen Ländern. Das ist ein Erfolg, der wichtig ist für unser Land."

Die von der Bundesregierung initiierte "Konzertierte Aktion Marketing", die zusammen mit den Ländern, mit der Wirtschaft, mit dem Deutschen Studentenwerk und vielen anderen Partnern durchgeführt werde, beginne zu greifen. "Die gezielten Aktionen, mit der wir weltweit um die besten Köpfe werben, gehen genau in die richtige Richtung. Wir bekommen endlich wieder ein offenes Klima", so Bulmahn. Über elfhundert Bachelor- und Masterstudiengänge und über 600 Studiengänge, die man auch in einer Fremdsprache studieren könne, erleichterten den Zugang für Studierende aus anderen Ländern. Deutschland sei seinem Ziel: 10% ausländischer Studentinnen und Studenten in Deutschland, ein ganzes Stück näher gekommen.

Dabei seien große Zuwächse aus China (+ 83% von 1997 bis 2000) auf jetzt 8.700 Studierende; aus den mittel- und osteuropäischen Staaten wie Polen oder Bulgarien mit einem Plus von 204% auf 4.700 Studierende. Aber auch aus Ländern der Russischen Föderation, aus wichtigen Schwellenländern wie Indien und Indonesien sei ein deutlicher Anstieg der Studierenden zu verzeichnen.

"Das ist umso begrüßenswerter, als es sich hier um Staaten handelt, die von der Wirtschaft als die ’Märkte von morgen’ bezeichnet werden. Ein Studium in Deutschland ist also nicht nur eine Zukunftsinvestition aus Sicht des einzelnen Studenten, sondern auch aus unserer Sicht. Wir investieren damit auch in Menschen, die in einigen Jahren die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Prozesse in ihren Ländern mitgestalten werden. Bei zunehmender internationaler Zusammenarbeit ist das eine Investition, die sich mit Sicherheit für beide Seiten auszahlen wird", sagte die Ministerin.

Doch Internationalisierung sei keine Einbahnstraße, sagte die Ministerin. Auch bei den deutschen Studierenden, die ins Ausland gehen, stiegen die Zahlen spürbar an. 1999 studierten demnach 45.600 deutsche Studierende im Ausland - dreimal mehr als 1980 und ein Viertel mehr als 1991. Die Favoritenländer seien Großbritannien und die USA (zusammen 44%) gefolgt von Österreich, Frankreich und der Schweiz. 13% der Hochschulabsolventen hätten im Jahr 2000 einen studienbezogenen Aufenthalt im Ausland absolviert.

Bulmahn wies darauf hin, dass bis vor kurzem ein Auslandsaufenthalt, sei es ein Studium, ein Praktikum oder auch ein längerer Sprachkurs, eindeutig vom Geldbeutel der Eltern abhing: Je höher die soziale Schicht, desto selbstverständlicher war ein Auslandsstudium. "Dies wird sich in Zukunft ändern", betonte sie. "Deutschland hat mit der EU-weiten Mitnahmemöglichkeit des neuen BAföGs eine Vorreiterrolle bei der Internationalisierung übernommen." Das Signal komme bei den Studierenden an, so melden die Studentenwerke bereits eine Steigerung der Interessenten für ein Auslandsstudium um bis zu 10%.

"Bildung und Forschung machen nicht an den nationalen Grenzen Halt", erklärte die Ministerin abschließend. "Die Wissenschaft ist international und sie muss international bleiben! Ich bin froh, dass die jungen Menschen das wissen und danach handeln!".

Die Studie finden Sie im Internet (pdf 1,6 MB) unter
http://www.bmbf.de/pub/internationalisierung_des_studiums.pdf

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse (pdf 30 kB) finden Sie unter
http://www.bmbf.de/presse01/Pm0315a_Anlage.pdf

Die Studie ist unter Best.-Nr. 29821 zu beziehen beim
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Postfach 30 02 35
53182 Bonn

oder
Tel.: 01805-BMBF02 bzw. 01805-262302
Fax: 01805-BMBF03 bzw. 01805-262303
0,12 Eur / Min.
per Mail: mailto:books@bmbf.bund.de
Online: http://www.bmbf.de/brosch_743.html#Hochschulbereich

Pressereferat (LS 13) | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Auslandsstudium Studentenwerk Studienstandort

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen