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Potenziale Fertigungsplanung und -steuerung - MES das unbekannte Modewort?!

12.06.2007
Viele Unternehmen versuchen ihre Planungs- und Steuerungssysteme zu optimieren, um kürzere Durchlaufzeiten zu erzielen. Seit einigen Jahren gelten Manufacturing Execution Systems (MES) als ein Werkzeug, dies zu erreichen.

Ob und wie dies in der Praxis umgesetzt wird, untersuchten das Fraunhofer IPA und die Trovarit AG in ihrer aktuellen Studie zu Bekanntheitsgrad, Nutzenpotenzialen und bisherigen Einsatzgebieten von Manufacturing Execution Systems.

An der Studie nahmen über 160 Unternehmen aus Maschinen- und Anlagenbau sowie Automobil- und Automobilzuliefererindustrie teil. Befragt wurden in erster Linie Bereichs- und Abteilungsleiter sowie Fachexperten aus fertigungsnahen Bereichen. Im Rahmen der Studie wurde nicht nur gefragt, welchen Bekanntheits- und Verbreitungsgrad MES-Lösungen haben, sondern auch was sich Nutzer von diesen Lösungen versprechen, welche Erwartungen an die Systeme gestellt werden und welche Erweiterungen des Funktionsspektrums gewünscht sind. Darüber hinaus wurde erhoben, welcher Typ von MES-Lösung im Einsatz ist.

Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass der Bekanntheitsgrad von MES in den Unternehmen durchaus hoch ist. In den produktionsnahen Abteilungen beginnt sich der Begriff zu etablieren, in den weniger fertigungsnahen Unternehmensbereichen besteht hinsichtlich Einsatzmöglichkeiten und Vorteilen noch Aufklärungsbedarf. Bei der Nutzenerwartung der Produktion steht klar die Verbesserung der Logistikleistung im Vordergrund: Kürzere Durchlaufzeiten, höhere Transparenz, Produktivitätsverbesserung, höhere Planungssicherheit sowie Termintreueverbesserung sind die erwarteten Vorteile durch eine MES-Einführung.

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»Execution »MES »MES-Lösung »Manufacturing

Da eine MES-Lösung den fertigungsbezogenen Bereich des "Real Time Enterprise" adressiert, ist eine Umsetzung ohne geeignete Software-Werkzeuge kaum möglich. Derzeit stellt sich der MES-Markt allerdings sowohl von der Anbieter- als auch von der Anwenderseite äußerst heterogen dar. Die Anwender suchen noch nach der geeigneten IT-Architektur, so dass derzeit noch relativ viele MES-Anwender Eigenprogrammierungen oder Microsoft Office-Produkte nutzen. Wird Standard-Software eingesetzt, ist diese oft stark angepasst oder kann die fertigungsnahen Planungs- und Steuerungsprozesse nur zum Teil abdecken. Angesichts des Anwenderwunschs nach weitestmöglicher Integration ist hier mittelfristig mit einer Konsolidierung der Vielzahl von Spezialisten- und Teillösungen zu rechnen. Die Komplexität des MES-Aufgabenfelds deutet allerdings darauf hin, dass es zumindest mittelfristig auf eine Koexistenz von MES- und ERP-Lösungen hinausläuft.

Aufgrund der breit angelegten Fragestellung ist die Studie sowohl für die Anwender im Unternehmen als auch für Softwarehersteller interessant. Die gewonnenen Erkenntnisse zeigen auf, welche Anforderungen an zukünftige MES-Lösungen gestellt werden und mit welchen anderen Systemen Kompatibilitäten wünschenswert wären. Für den Anwender wird deutlich, welche Potenziale und Einsatzmöglichkeiten ein MES-System im Bezug auf seine Produktionsprozesse haben könnte.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dipl.-Betrw. (BA) Silvia Körber
Telefon: +49(0)711/970-1985, E-Mail: silvia.koerber@ipa.fraunhofer.de
Dr.-Ing. Hans-Hermann Wiendahl
Telefon: +49(0)711/970-1968, E-Mail: hhw@ipa.fraunhofer.de

Hubert Grosser | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de/

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