Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Oraler Sonnenschutz bei Sonnenempfindlichkeit

06.06.2007
Das Institut für umweltmedizinische Forschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat in einer Studie nachgewiesen, dass die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels mit einem Antioxidanzien-Komplex (Ladival Sonnen Kapseln) bei erhöhter Sonnenempfindlichkeit schützt.

In dieser Studie nahmen 20 Frauen mit erhöhter Sonnenempfindlichkeit bzw. mit Neigung zur Sonnenallergie das Mittel 30 Tage lang einmal täglich ein. Vor und nach dieser Einnahmephase wurden die Frauen mit UVA- und UVB-Strahlen sowie einer Kombination von beidem bestrahlt. Durch die Einnahme des Präparates zeigten sich statistisch signifikante Verbesserungen bei den gemessenen Hautreaktionen.

Heutzutage ist es allgemein bekannt, dass intensive Sonnenbestrahlung langfristig zur Hautschädigung führt (vorzeitige Hautalterung, aktinische Keratosen, Plattenepithelkarzinome). Ein großer Teil der Bevölkerung leidet zudem an einer Sonnenempfindlichkeit, die sich in ihrer stärksten Ausprägung als Sonnenallergie äußern kann. Ursache ist die ultraviolette Strahlung der Sonne, die in den Hautzellen die Freisetzung von Radikalen, den so genannten "oxidativem Stress", auslöst. Für eine Reihe von Antioxidanzien (Radikalfänger) konnte bereits gezeigt werden, dass sie in Zellkulturen oder nach Auftragen auf die Haut vor UV-Strahlung schützen können, wobei Kombinationen mehrerer Antioxidanzien den Einzelsubstanzen überlegen waren.

Die in der Studie eingesetzten Kapseln enthalten Extrakte aus grünem Tee, Melone und roten Trauben sowie Vitamin C, die direkt antioxidativ wirken, während das Spurenelement Selen indirekt als Bestandteil von antioxidativen Enzymen wirkt.

Alle Teilnehmerinnen der Studie wurden zu Beginn und nach 30 Tagen in je einem Testfeld am oberen Rücken mit UVA-, UVB- sowie einer Kombination aus UVA- und UVB-Strahlen bestrahlt. Unmittelbar nach der ersten UV-Exposition wurde die individuelle Empfindlichkeit durch einen Hautarzt bestimmt. Die Hautrötung und Pigmentierung wurden vor und 24 Stunden nach der Bestrahlung gemessen.

Nach der 30-tägigen Einnahme der Kapseln reagierten die Frauen auf die UV-Bestrahlung mit einer signifikant verminderten Hautrötung.

Auch Juckreiz und die Intensität der Sonnenallergie waren deutlich geringer ausgeprägt. Interessant ist, dass die Wirkungen der Kapseln am deutlichsten waren, wenn das Spektrum der künstlichen UV-Strahlen am ehesten denen des natürlichen Sonnenlichts entsprach.

Nebenwirkungen wurden nicht festgestellt.

Die Untersuchung hat gezeigt, dass die Einnahme eines Antoxidantien-Komplexes dazu beiträgt, die Sonnenempfindlichkeit der Haut zu senken. Sonnenschutzkapseln können jedoch die auf die Haut aufzutragenden Sonnenschutzmittel nicht ersetzen; sie sind vielmehr eine ideale Ergänzung zu Sonnenschutzcremes oder -lotionen.

Kathrin Medve-Königs | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.uni-duesseldorf.de

Weitere Berichte zu: Hautrötung Sonnenallergie Sonnenempfindlichkeit UVA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Gene für das Risiko von allergischen Erkrankungen entdeckt
21.11.2017 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

nachricht Bedeutung von Biodiversität in Wäldern könnte mit Klimawandel zunehmen
17.11.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften