Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Magersucht optimal behandeln

29.05.2007
Studie: Medizinische Universitätsklinik Heidelberg vergleicht ambulante Therapieangebote für untergewichtigen Frauen mit Essstörung
Frauen, die an einer Magersucht leiden, können sich im Rahmen einer Studie an der Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg ambulant behandeln lassen. Ziel ist es, die Wirksamkeit zweier bestehender Therapieverfahren zu vergleichen, um ambulante Angebote für die Betroffenen zu optimieren.

Im Rahmen der Studie nehmen die Patientinnen über einen Zeitraum von zehn Monaten an insgesamt 40 psychotherapeutischen Sitzungen teil. Die Therapie läuft in beiden Verfahren nach einem definierten Behandlungsprogramm ab und wird mit der bisher üblichen Behandlung verglichen. Die Stabilität der Therapieergebnisse wird durch eine Verlaufsuntersuchung vier und zwölf Monate nach Abschluss der Behandlung erhoben. Die Therapievergleichsstudie wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell gefördert.

Die Magersucht geht mit lang anhaltenden körperlichen und psychischen Beschwerden einher

Vor allem junge Frauen stehen unter einem wachsenden Druck, dem Schlankheitsideal, welches in den Medien zelebriert wird, zu entsprechen. "Nicht selten kommt es zu einer krankhaften Ausprägung dieses Schlankheitswahns und die Betroffenen können nicht mehr aufhören, zu hungern", erklärt Professor Dr. Wolfgang Herzog, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin. Die Magersucht (Anorexia nervosa) ist eine schwerwiegende Essstörung. Die betroffenen Frauen leiden an massivem Untergewicht und lang anhaltenden körperlichen und psychischen Beschwerden.

Die Heidelberger Experten behandeln circa 160 überwiegend junge Frauen pro Jahr, die an Essstörungen leiden - etwa 60 davon an einer Magersucht. "Ziel der Studie ist es, unser Behandlungsangebot noch besser auf die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen einzustellen", sagt Professor Dr. Wolfgang Herzog.

Interessentinnen (Frauen ab 18 Jahren) wenden sich bitte an die Abteilung für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin, Tel.: 06221 / 56 8818 (zwischen 9.00 und 12.00 Uhr).

Ansprechpartner:
Dr. Hans-Christoph Friederich
E-Mail: hans-christoph.friederich@med.uni-heidelberg.de
Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

Weitere Berichte zu: Essstörung Magersucht Psychosomatisch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Bedeutung von Biodiversität in Wäldern könnte mit Klimawandel zunehmen
17.11.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

nachricht Medizinische Innovationen für Afrika
02.11.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte