Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zugang zu Krebsmedikamenten sehr unterschiedlich

10.05.2007
Österreich schneidet besser ab als Großbritannien

Großbritannien schneidet beim Zugang zu Krebsmedikamenten extrem schlecht ab. Eine Studie des Karolinska Institutet hat nachgewiesen, dass die weltweiten Unterschiede extrem groß sind. So seien die Briten besonders langsam und schwach beim Übernehmen von Medikamenten. Die Wissenschafter untersuchten die Verkäufe von 67 Medikamenten in 25 Ländern. USA, Österreich, Frankreich und die Schweiz gehören zu den Vorreitern. Die britische Regierung gab laut BBC bekannt, dass das Zulassungsverfahren für Medikamente bereits beschleunigt wurde. Die Studie wurde vom Pharmaunternehmen Roche finanziert. Unabhängige Experten erklärten, dass die Ergebnisse dadurch nicht beeinflusst worden seien.

Die Forscher betonten, dass der rasche und allgemeine Zugang zu neuen Medikamenten sich in den Überlebensraten widerspiegle. Frankreich verfügt über die höchste Fünf-Jahre-Überlebensrate in Europa: 71 Prozent bei den Frauen und 53 Prozent bei den Männern. In Großbritannien liegen diese Prozentsätze bei 53 und 43 Prozent. Die größten Unterschiede bei der Übernahme, gemessen am Anteil der Patienten, die das Medikament erhielten und der Verfügbarkeit nach der Herstellung, zeigten sich bei Darm- und Lungenkrebs. In den USA lag die Übernahme von Bevacizumab, einem Medikament gegen Darmkrebs, um das Zehnfache über dem europäischen Durchschnitt. Frankreich und Deutschland lagen über dem Durchschnitt. Italien und Großbritannien weit darunter.

Bei Erlotinib, einem Medikament gegen Lungenkrebs, war die Übernahme in den USA ebenfalls um das Zehnfache höher als der europäische Durchschnitt und um das Dreifache als in Deutschland. Australien, Großbritannien, Norwegen und Polen ließen sich Zeit. Das Brustkrebsmedikament Trastuzumab wurde in Großbritannien erstmals im Herbst 2000 verkauft - fast zwei Jahre nachdem es in den USA auf den Markt gekommen war und zwölf Monate nach der Schweiz und Frankreich. Großbritannien, Neuseeland, Polen, Tschechien und Südafrika schnitten allgemein gesehen schlecht ab.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://ki.se
http://www.roche.com

Weitere Berichte zu: Krebsmedikament Lungenkrebs Medikament

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Echtzeit-Feedback hilft Energie und Wasser sparen
08.02.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

nachricht Nutzung digitaler Technologien in der industriellen Produktion führt zu Produktivitätsvorteilen
01.02.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Welt der keramischen Werkstoffe - 4. März 2017

20.02.2017 | Veranstaltungen

Schwerstverletzungen verstehen und heilen

20.02.2017 | Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovative Antikörper für die Tumortherapie

20.02.2017 | Medizin Gesundheit

Multikristalline Siliciumsolarzelle mit 21,9 % Wirkungsgrad – Weltrekord zurück am Fraunhofer ISE

20.02.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Viren ihren Lebenszyklus mit begrenzten Mitteln effektiv sicherstellen

20.02.2017 | Biowissenschaften Chemie