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IT-Ausgaben: Großunternehmen üben Zurückhaltung, der Mittelstand stockt weiter auf

30.04.2007
35 Prozent der deutschen Unternehmen planen für 2007 mit einem höheren IT-Budget als im vergangenen Jahr. Unter den investitionsfreudigen Betrieben befinden sich allerdings wenige Großunternehmen.

Von den IT-Entscheidern in den Konzernen mit mehr als 2.000 Mitarbeitern wollen lediglich 29 Prozent mehr in IT investieren. Bei den mittelständischen Betrieben stocken 38 Prozent ihr IT-Budget weiter auf. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „IT-Budget 2007“ der InformationWeek, die zusammen mit Steria Mummert Consulting ausgewertet wurde.

Schon rückblickend auf das letzte Jahr gaben mehr als 37 Prozent der Entscheider in Großunternehmen an, eher weniger für IT ausgegeben zu haben. Im Gesamtdurchschnitt aller befragten Unternehmen sagten dies nur knapp 18 Prozent. Nur 14,3 Prozent der befragten Konzern-Entscheider gaben an, ihr IT-Etat sei im Vergleich gestiegen. In Unternehmen mit 100 bis 500 Mitarbeitern zeichnete sich dagegen bereits 2006 ein Aufwärtstrend bei den IT-Ausgaben ab: Nur jedes zehnte Unternehmen agierte zurückhaltender beim Festelegen des IT-Budgets. Rund 38 Prozent waren sogar schon im vergangenen Jahr investitionsfreudiger im Vergleich zu 2005. Damit gilt auch für 2007. dass Großunternehmen eher weniger bereit sind, ihre Investitionen in Hard- und Software zu erhöhen als der Mittelstand.

Wenn es um die Zielsetzungen bei der Anschaffung neuer IT geht, sind sich die Unternehmen, unabhängig von der Mitarbeiterzahl, weitgehend einig: Mehr Effizienz steht weiterhin oben auf der Agenda der IT-Manager. Knapp 90 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte wollen mit dem Einsatz von IT vor allem Geschäftabläufe optimieren. Mehr als die Hälfte hat Kosteneinsparungen im Fokus. Allerdings ist das Potenzial, Kosten durch IT zu sparen, bei Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern weniger ausgeschöpft als in Konzernen. Von ihnen nennen drei Viertel der befragten Entscheider Kostensenkungen als wichtigstes Zielfür den Kauf neuer Hard- und Software. Bei den Großunternehmen sind es nur knapp 40 Prozent. Die IT und die operativen Abläufe rücken in allen Unternehmen näher zusammen. Beide in Einklang zu bringen, gehört für die Firmen zu den Schlüsselherausforderungen, wenn es um Stellhebel für weitere Kosteneinsparungen geht.

Neben dem Einsparen von Kosten rückt der Vertrieb bei den IT-Ausgaben stärker in den Vordergrund. Die Erwartungen an die Informationstechnik hinsichtlich der künftigen Wachstumsstrategie sind gestiegen. Ein Blick auf die betriebswirtschaftlichen Ziele belegt dies: Eine höhere Kundenzufriedenheit und Umsatzsteigerungen gehören zu den fünf wichtigsten Unternehmenszielen in den kommenden zwölf Monaten. Beide Zielsetzungen verzeichnen im Vergleich zu 2006 den höchsten Bedeutungszuwachs. Am Erreichen dieser Ziele wird die IT künftig verstärkt mitwirken. Kundenmanagement-Systeme werden beispielsweise aktuell wieder stark nachgefragt.

Die Studie „IT-Budget 2007“ untersucht die konkreten Investitions- und Anschaffungsabsichten von Unternehmen in Deutschland. Im Zeitraum zwischen Dezember 2006 und Februar 2007 wurden durch eine Online-Befragung 282 IT-Manager und IT-Verantwortliche aus deutschen Unternehmen interviewt.

Joerg Forthmann | Steria Mummert Consulting
Weitere Informationen:
http://www.steria-mummert.de

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