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Analyse, wie sich die Liberalisierung auf dem Strom-Markt auf das Verhalten der Energieversorger ausgewirkt hat.

24.04.2007
An der Recklinghäuser Hochschulabteilung der Fachhochschule Gelsenkirchen analysiert ein Forscherteam, wie sich die Liberalisierung auf dem Strom-Markt auf das Verhalten der Energieversorger ausgewirkt hat. Die Hans-Böckler-Stiftung fördert das Forschungsprojekt mit 165.000 Euro. Laufzeit: zwei Jahre.

In den vergangenen Wochen erreichten viele Negativschlagzeilen die Fachhochschule Gelsenkirchen und ihre Abteilungen, weil einzelne Hochschulmitglieder Fördergelder unterschlagen haben sollen. Erfreulich dagegen war die Nachricht, die die Hochschule jetzt aus Düsseldorf erreichte: Die Hans-Böckler-Stiftung teilte mit, dass sie ein Forschungsvorhaben der Professoren Dr. Heinz-Josef Bontrup und Dr. Ralf-Michael Marquardt vom Recklinghäuser Fachbereich Wirtschaftsrecht mit 165.000 Euro fördert.

Von diesem Geld plus eigener Mittel werden die beiden gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Mitarbeiter in den kommenden zwei Jahren untersuchen, wie sich die Liberalisierung auf dem Strom-Markt seit 1998 auf das Verhalten der Energieversorger ausgewirkt hat. "Produzenten, Importeure, Energieerzeuger und Energieverteiler wie beispielsweise die Stadtwerke haben möglicherweise sehr unterschiedliche Interessen, wie sie die Liberalisierung für sich und/oder für ihre Kunden nutzen wollen", erläutert Bontrup, "entsprechend verändert sich ihr Verhalten."

Das geänderte Verhaltensmuster wollen die Forscher an der Preis-, Absatz- und Qualitätsentwicklung ablesen, aber auch an den Bilanzen der Unternehmen und wie sich zeitgleich die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter verändert haben, ob sich Löhne und Gehälter für die Mitarbeiter vorteilhaft oder nachteilig entwickelt haben und wie sich die neuen Geschäftsbedingungen auf die innerbetriebliche Mitbestimmung ausgewirkt haben. Indem sie Entwicklungen untersuchen und beschreiben, wollen die Forscher jedoch nicht nur das Wissen mehren, sondern konkrete Orientierung geben für Entscheidungsträger in den Unternehmen und für die Vertreter der Beschäftigten.

Mit 165.000 Euro Fördersumme ist das Forschungsvorhaben "Neue Unternehmensstrategien und Mitbestimmungskulturen angesichts liberalisierter Rahmenbedingungen in der Elektrizitätswirtschaft" das finanziell drittstärkste nicht-technische Förderprojekt, das an der Fachhochschule Gelsenkirchen seit ihrer Gründung im Jahr 1992 eingeworben wurde.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:
Prof. Dr. Heinz-Josef Bontrup, Recklinghäuser Fachbereich Wirtschaftsrecht der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (02361) 915-412 oder 915-400 (Dekanatssekretariat), Telefax (02361) 915-500, E-Mail heinz-josef.bontrup@fh-gelsenkirchen.de

Prof. Dr. Ralf-Michael Marquardt, Recklinghäuser Fachbereich Wirtschaftsrecht der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (02361) 915-450 oder 915-400 (Dekanatssekretariat), Telefax (02361) 915-570, E-Mail ralf-michael.marquardt@fh-gelsenkirchen.de

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news205851

Dr. Barbara Laaser | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-gelsenkirchen.de/

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