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Hochfrequenter Strom gegen Asthma

29.03.2007
Neuer Behandlungsansatz kommt ohne Medikamente aus

Ein Behandlungsansatz gegen Asthma, der ohne Medikamente auskommt, kann die Symptome bis zu einem Jahr kontrollieren. Für die so genannte Bronchial thermoplasty wird hochfrequenter Strom eingesetzt um die Menge glatter Muskeln in den Atemwegen zu verringern.

Damit wird die für Asthma charakteristische Verengung gestoppt. Unter der Leitung der St Joseph's Healthcare Foundation wurde die Studie in elf Krankenhäusern in Großbritannien, Kanada, Brasilien und Dänemark durchgeführt. Es zeigte sich, dass dieser Behandlungsansatz weniger Anfälle und mehr Tage ohne Krankheitssymptome ermöglichte. Die Forschungsergebnisse wurden im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

Laut BBC ist es jedoch wahrscheinlich, dass die meisten Patienten auch weiterhin Medikamente einnehmen werden. In Großbritannien werden derzeit mehr als fünf Mio. Menschen gegen Asthma behandelt.

Für die Bronchial thermoplasty wird ein flexibler Schlauch durch Nase oder Mund eingeführt um zum weichen Gewebe in den Atemwegen zu gelangen. Die Patienten wurden in drei einstündigen Sitzungen mehr als neun Wochen lang behandelt. Dabei wurde ein leichtes Betäubungsmittel eingesetzt. Ein Jahr lang wurden 112 Asthma-Patienten zwischen 18 und 65 Jahren begleitet. Der Zugang zu den normalerweise eingesetzten Medikamenten blieb erhalten. Die Hälfte der Teilnehmer wurde mit dem neuen Ansatz behandelt. Sie hatten während eines Jahres durchschnittlich an 86 Tagen mehr keine Symptome. Zusätzlich wurden die Inhalatoren und Medikamente seltener eingesetzt. Allgemein konnte die Krankheit besser kontrolliert werden.

Der leitende Wissenschafter Gerard Cox erklärte, dass diese Ergebnisse sehr ermutigend seien und mit früheren Ergebnissen zu diesem Behandlungsansatz übereinstimmten. "Wir hoffen, dass wir damit eine neue Alternative für Patienten geschaffen haben, die trotz Medikamenten unter Asthma-Symptomen leiden." Die Erfahrungen zeigten, dass die Behandlung allgemein gut vertragen werde.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.stjoesfoundation.ca
http://content.nejm.org

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