Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zweiter Teil der dena-Netzstudie startet: 30 Prozent Erneuerbare Energien bis 2020/25

28.03.2007
Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat jetzt den Startschuss gegeben für eine weitere Studie zum Ausbau der Windenergie in Deutschland. Der zweite Teil der dena-Netzstudie wird darstellen, wie der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung im Zeitraum 2020 bis 2025 auf 30 Prozent gesteigert werden kann.

dena-Geschäftsführer Stephan Kohler: "In den nächsten Jahren werden die Weichen für die zukünftige Stromversorgung in Deutschland gestellt. Wir haben jetzt die Chance, die Herausforderungen zum Klimaschutz mit dem Ausbau der regenerativen Energien zu verbinden. Mit der dena-Netzstudie II erhalten wir ein strategisches und tragfähiges Konzept, das eine sichere, wirtschaftliche und umweltfreundliche Stromversorgung gewährleistet. Voraussetzung ist, dass der notwendige Ausbau des Höchstspannungsübertragungsnetzes, wie wir ihn in der dena-Netzstudie I aufgezeigt haben, rechtzeitig realisiert wird".

In der Studie werden u.a. folgende Fragen untersucht: Welche Auswirkungen hat die verstärkte Einspeisung von Windenergie auf das Höchstspannungsübertragungsnetz? Wie transportiert man Windstrom aus Nord- und Ostsee zum Festland und dann weiter zu den Verbrauchsschwerpunkten im Landesinneren? Wie können die Übertragungssysteme optimiert werden? Welche Stromspeicher sind besonders geeignet? Geprüft wird außerdem, wie die Flexibilität der Stromerzeugung erhöht und die Windprognosen verbessert werden können.

Im Vordergrund steht dabei vor allem die Sicherheit der Stromversorgung auch in technisch schwierigen Situationen, zum Beispiel bei zu starkem oder zu geringem Windaufkommen und in Spitzenlastzeiten. Die Szenarien der Studie gehen davon aus, dass 20.000 Megawatt aus Offshore-Windparks und 28.000 Megawatt aus Windparks an Land ins deutsche Stromnetz eingespeist werden. Zum Vergleich: Im Jahr 2006 waren in Deutschland insgesamt rund 20.000 Megawatt Windenergie an Land installiert.

Die Studie wird branchenübergreifend erstellt und finanziert. Ein Konsortium um das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln wird im Auftrag der dena die Studie erarbeiten. Daran beteiligt sind: Deutsche Windenergie Institut (DEWI), EnBW Transportnetze AG, E.ON Netz GmbH, Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln (ewi), Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET), RWE TN Strom GmbH und Vattenfall Europe Transmission GmbH. Zusätzlich werden studienbegleitend externe Sachverständige die Ergebnisse auf Plausibilität prüfen.

Private und öffentliche Projektpartner finanzieren die Studie. Beteiligt sind das Bundeswirtschaftsministerium, das Bundesumweltministerium sowie Unternehmen und Verbände der Übertragungsnetzbetreiber, der Windbranche, der Anlagenhersteller, der konventionellen Energiewirtschaft und der Zulieferindustrie: Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, VGB Power Tech, Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer - Power Systems, Verband der Netzbetreiber, Verband der Elektrizitätswirtschaft, Vattenfall Europe Transmission, Siemens, RWE Transportnetz Strom, Forum Offshore Windenergie - Offshore Stiftung, Energiewerke Weser Ems, EnBW Transportnetze, E.ON Netz, Bundesverband Windenergie, BARD Engineering, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie Bundesministerium für Umwelt Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Alle Projektpartner werden über eine Projektsteuerungsgruppe in die Studienerstellung einbezogen. Die dena leitet die Projektsteuerungsgruppe und koordiniert das gesamte Projekt. Erste Ergebnisse werden für Ende 2008 erwartet.

Die dena-Netzstudie II setzt die im Frühjahr 2005 abgeschlossenen Arbeiten an der dena-Netzstudie I fort. Sie entwickelte Lösungen für die Integration erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2015 und einem Anteil an der Stromerzeugung von 20 Prozent.

Stella Matsoukas | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.dena.de

Weitere Berichte zu: Megawatt POWeR Stromversorgung Transportnetz Windenergie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Gene für das Risiko von allergischen Erkrankungen entdeckt
21.11.2017 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

nachricht Bedeutung von Biodiversität in Wäldern könnte mit Klimawandel zunehmen
17.11.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften