Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Überangebot reduziert Artenvielfalt

27.03.2007
Übermaß an Nährstoffen ermöglicht Dominanz weniger Arten

Ein Übermaß an entscheidenden Faktoren wie Nährstoffen oder Wasser reduziert die Artenvielfalt eines Ökosystems. Dafür steigt die Produktivität einiger weniger Arten, wie ein amerikanisches Forscherteam in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature berichtet. "Unsere Ergebnisse stützen eine neue Erklärung für die große Artenvielfalt auf der Erde", sagt Autor David Tilman von der University of Minnesota im Gespräch mit pressetext. "Sie zeigen, dass die Pflanzenvielfalt eng mit der Anzahl eingrenzender Faktoren verbunden ist, etwa Feuchtigkeit, Nährstoffe oder Wasser."

Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler eine Wiesenlandschaft im Santa Ynez Valley, die sie zuvor in Abschnitte eingeteilt hatten, welche sie unterschiedlich mit Wasser und Nährstoffen behandelten. Ihr Ergebnis: Jene Abschnitte mit den größten Zugaben verzeichnetenn die geringste Artenvielfalt. "Mit einer steigenden Anzahl limitierender Faktoren erhöht sich auch die Homogenität eines Ökosystems und als Folge reduziert sich die Möglichkeit konkurrierender Arten für eine Koexistenz", sagt Tilman. "Denn so werden die ökologischen Nischen geschlossen, was wiederum die Dominanz einiger weniger Arten ermöglicht."

Die Ergebnisse belegen zudem, dass ein Verlust von Pflanzenarten - etwa als Folge von Nährstoffzugaben durch Düngemittel - mehr als 100 Jahre bestehen kann. "Durch menschliche Eingriffe kann die Artenvielfalt eines Lebensraums für einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren geschädigt werden", sagt Co-Autor Stanley Harpole von der University of California. In ihrem neuen Forschungsprojekt wollen die Wissenschaftler nun die Auswirkungen verschiedener Faktoren im tropischen Regenwald untersuchen.

Christoph Marty | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nature.com
http://www1.umn.edu/
http://www.uci.edu

Weitere Berichte zu: Artenvielfalt Dominanz Nährstoff Überangebot

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Weltweit erste Therapiemöglichkeit für Kinderdemenz CLN2 entwickelt
25.04.2018 | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics