Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erfolgreiche Unternehmen sparen und wachsen gleichzeitig

14.03.2007
Roland Berger nimmt Restrukturierungen in Österreich unter die Lupe

Österreichische Unternehmen reagieren nach wie vor zu langsam auf Krisensituationen, doch immer weniger von ihnen geraten in einen Liquiditäts-Engpass. Weiters ist eine klare Tendenz weg von klassischen, kostenorientierten Restrukturierungsmaßnahmen hin zu wachstumsorientierten Aktivitäten bemerkbar. Die Steigerung des Umsatzes hat mittlerweile den gleichen Stellenwert wie die Reduzierung von Personalkosten. Das sind die zentralen Ergebnisse der aktuellen Restrukturierungsstudie "Push the bottom line" von Roland Berger Strategy Consultants. Die internationale Strategieberatung befragte 450 Unternehmen diverser Branchen in Österreich und verglich die Ergebnisse mit ähnlichen Untersuchungen in Österreich und CEE aus den vergangenen Jahren.

Der Zeitraum zwischen dem Erkennen einer Krise und dem Beginn von Restrukturierungsmaßnahmen beträgt in Österreich 15 Monate und hat sich seit 2004 (14 Monate) nicht wesentlich verändert. Mehr als die Hälfte aller Krisen bleibt noch immer länger als ein Jahr unentdeckt. 60 Prozent (2004: 55 %) der Unternehmen reagieren erst, wenn sich die strategische Krise auch in den Ergebnissen niederschlägt. "Doch immer mehr Unternehmen ergreifen bereits bei strategischen Problemen Maßnahmen zur Performanceverbesserung. Dadurch ist die Zahl jener Unternehmen, die erst bei Eintreten einer Liquiditätskrise aktiv werden, von 12 Prozent im Jahr 2004 auf aktuell 5 Prozent zurückgegangen", erklärt Mag. Rupert Petry, Managing Partner im Wiener Büro und zuständig für Restrukturierung und Corporate Finance bei Roland Berger Strategy Consultants. Österreich liegt bei der Reaktionszeit auf Krisen knapp unter dem europäischen Durchschnitt von 16 Monaten, was aber, so Petry, immer noch zu lange sei.

Wesentlich zu der Verbesserung beigetragen hat die Implementierung von Frü-warnsystemen wie Management-Informationssystemen (MIS), monatlichen Meetings oder strategischen Planungen. "Die Situation hat sich seit unserer letzten Erhebung 2004 verbessert. Was wir aber noch immer bemerken, ist eine Diskrepanz zwischen dem Erkennen der Bedeutung und der tatsächlichen Umsetzung. So erkennen zwar schon 65 Prozent der Unternehmen die Bedeutung der strategischen Planung als wichtiges Instrument zur Früherkennung von Krisen, aber nur 50 Prozent der Unter-nehmen ergreift auch wirklich Maßnahmen", erläutert DI Alexander Kainer, Studienautor und Projektmanager bei Roland Berger. Beim Implementierungsgrad von Frühwarnsystemen liegt Österreich im europäischen Durchschnitt. Kennzahlenkataloge und Risikomanagement spielen für heimische Betriebe hingegen nur eine untergeordnete Rolle. "Dem Risikomanagement messen erst 30 Prozent eine hohe Bedeutung zu. Hier liegt Österreich unter dem europäischen Durchschnitt und auch hinter unseren Nachbarn in Mittel- und Osteuropa", so Kainer.

Commitment des Managements unverzichtbar für Performancesteigerung
Der wichtigste Erfolgsfaktor von Projekten zur Steigerung der Unternehmensperformance ist das Commitment des Managements. 50 Prozent der befragten Unternehmen sehen hier den Schlüssel zum Erfolg. Ebenso viele bewerten auch die Umsetzung in ihren Projekten als "sehr erfolgreich". An zweiter Stelle steht die Kommunikation der Ziele und des Projektfortschritts. "Deren Bedeutung schätzen zwar 50 Prozent der Befragten als hoch ein, doch nur 29 Prozent bewerten die Umsetzung als sehr erfolgreich", meint Petry. Kommunikation hat damit in Österreich eine überdurchschnittliche Bedeutung - nur in Rumänien ist dieser Wert mit 60 Prozent ähnlich hoch. Bei der Umsetzung sieht der Strategieberater aber noch deutliches Verbesserungspotenzial.

Umsatzsteigerung ebenso wichtig wie Kostensenkung

Sehr erfolgreich umgesetzte Projekte zeichnen sich neben dem Commitment des Managements auch durch schnelle Implementierung aus. Mehr als die Hälfte dieser Restrukturierungen führt zu einem Umsatzsprung von über 15 Prozent. Noch immer ist die Kostensenkung der wesentliche Hebel, doch Maßnahmen zur Umsatzsteigerung und Verbesserungen im Einkauf holen stark auf. "Die Reduktion der Personalkosten ist für alle erfolgreichen Restrukturierungen ein zentrales Instrument zur Steigerung der Performance. Ebenso viele Unternehmen versuchten aber gleichzeitig auch den Umsatz zu steigern. 38 Prozent der Ergebnisverbesserungen stammen bereits aus diesem Bereich", meint Kainer.

Kurz- bis mittelfristig setzen österreichische Unternehmen weiterhin auf das Wachstum im Ausland, die meisten in den mittel- und osteuropäischen Staaten. "52 Prozent der befragten Unternehmen wollen im Ausland wachsen und 35 Prozent werden weiter ihre Kosten senken. Das Wachstum wird dabei großteils aus dem eigenen Cashflow finanziert. Nur 19 Prozent sehen zusätzlichen Finanzierungsbedarf, was im Übrigen auch ein Indiz für die gute Eigenkapitalausstattung in Österreich ist", fasst Petry einige Ergebnisse zusammen.

Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, zählt zu den weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 32 Büros in 23 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Mehr als 1.700 Mitarbeiter haben im Jahr 2005 einen Honorarumsatz von rund 550 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 130 Partnern.

Weitere Informationen:
Roland Berger Strategy Consultants
Mag. Rupert Petry
Partner
Freyung 3/2/10
1010 Wien
Tel. +43-1-536 02-301
E-Mail: rupert_petry@at.rolandberger.com
Roland Berger Strategy Consultants
Mag. Matthias Sturm
Marketing- & PR-Advisor
Freyung 3/2/10
1010 Wien
Tel. +43-1-536 02-110
E-Mail: matthias_sturm@at.rolandberger.com

Mag. Rupert Petry | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.rolandberger.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise