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Frühgeborene Mädchen eher anfällig für Depressionen

06.03.2007
38 Prozent der untergewichtigen Mädchen betroffen

Eine Studie der Duke University scheint frühere Untersuchungen zu bestätigen, wonach untergewichtige Babys einem größeren Depressionsrisiko ausgesetzt sind. Mädchen, die mit weniger als 2,5 Kilo auf die Welt kamen, waren zwischen 13 und 16 Jahren anfälliger für Depressionen. Für die in den Archives of General Psychiatry veröffentlichte Studie wurden die Daten von mehr als 1.400 Kindern zwischen neun und 16 Jahren ausgewertet. Weitere Forschungsprojekte sind laut den Wissenschaftern notwendig, um die möglichen Ursachen zu untersuchen.

Frühere Studien haben bei untergewichtigen Babys ein Potenzial für Depressionen nachgewiesen, die im späteren Leben unter Stress auftreten können. Die aktuelle Untersuchung wies nach, dass 5,7 Prozent der Mädchen mit weniger als 2,5 Kilo geboren werden. 38 Prozent dieser Kinder litten zwischen dem 13 und 16 Lebensjahr mindestens einmal unter Depressionen. Bei normalgewichtigen Kindern waren es nur 8,4 Prozent. Durchschnittlich waren 23,5 Prozent der weiblichen Teenager mit einem geringen Geburtsgewicht jedes Jahr depressiv. Bei einem normalen Geburtsgewicht waren es 3,4 Prozent. Unabhängig vom Gewicht zum Zeitpunkt der Geburt litten nur 4,9 Prozent der Jungen unter Depressionen. Das geringe Geburtsgewicht stand in keinem Zusammenhang mit anderen psychischen Erkrankungen wie Angststörungen.

Die Wissenschafter halten es für wahrscheinlich, dass die Veränderungen, die ein Fötus durchmachen muss um schwierige Bedingungen zu kompensieren, nur wenig Zeit für eine Vorbereitung auf spätere Belastungen lassen. Es wäre auch möglich, dass ein geringes Geburtsgewicht auf schwierige Lebensbedingungen wie Armut hinweist. Ein Leben in Armut mache die Kinder eher depressiv. Depressive Mütter würden demnach eher Kinder haben, die anfällig für Depressionen sind und ein geringes Geburtsgewicht haben. Diese Frauen rauchen und trinken laut BBC eher in der Schwangerschaft. Für die letzten beiden Annahmen konnte die aktuelle Studie jedoch keine Beweise finden.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://medschool.duke.edu
http://archpsyc.ama-assn.org

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