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Ozon kann Asthma verursachen

25.02.2002


Kalifornische Studie untersucht die Auswirkungen von Sport bei schlechter Luftqualität

Die Universität von Süd-Kalifornien (USC) hat in einer seit 1992 laufenden Studie die Gesundheitsprobleme von Kindern in Zusammenhang mit der Luftverschmutzung untersucht. Aktuelle Ergebnisse belegen nach Angaben des Forschungsinstitutes die Entwicklung von Asthma und die Verstärkung der Symptome bei sportlicher Betätigung an Tagen mit schlechter Luftqualität, besonders durch den Einfluss von Ozon. Die Forscher warnen lediglich davor, an Tagen mit hoher Luftverschmutzung intensiv Sport zu treiben, nicht aber, Kindern sportliche Betätigung prinzipiell zu untersagen.

In Zusammenarbeit mit dem California Air Resources Board wurden 3.535 Kinder im Alter zwischen neun und 16 Jahren untersucht, die vor Beginn der Studie keine Anzeichen von Asthma aufwiesen. Die Kinder lebten in sechs kalifornischen Städten, drei mit hohen und drei mit niedrigen Ozonwerten, und trieben regelmäßig Sport. Die Forscher haben bei jenen, die in Gegenden mit hoher Luftverschmutzung lebten, gegen Ende der Studie dreimal häufiger Asthma diagnostiziert als bei jenen in Städten mit besserer Luftqualität . Bisher war bekannt, dass Ozon bereits existierendes Asthma verstärken kann, neu ist, dass es auch Asthma auslösen kann. Ebenso kann die Sportart auch den Ausbruch der Krankheit beeinflussen. So zeigte sich, dass Sportarten wie Fußball, Basketball, Football, Schwimmen oder Tennis ein 60 Prozent höheres Asthma-Risiko bergen, bei Baseball oder Volleyball steigt das Risiko nur um 20 Prozent. Wissenschaftler führen dieses Ergebnis auf die höhere Atem- und Lungenfunktion bei intensiverem Sport und damit auf eine größere Menge der eingeatmeten verschmutzten Luft zurück. Rob McConnell von der USC betont jedoch: "Wenn Kinder aufhören, Sport auszuüben führt das zu einer gegenteilige Wirkung, denn Bewegung ist wichtig für die Gesundheit der Kinder."

Die Studie wurde vom California Air Resources Board finanziert, um Aufschlüsse über die Langzeiteffekte der Luftverschmutzung auf Kinder festzustellen. Die Studie inkludiert noch weitere Forschungsreihen über den Einfluss der Luftqualität auf die Lungenfunktion. Nähere Informationen dazu finden sich unter. Um die Luftwerte in Kalifornien zu verbessern werden zunehmend Initiativen gestartet. Momentan hilft nur der Ratschlag, bei hohen Ozonwerten Kinder nicht mit hoher sportlicher Intensität zu belasten, so McConnell.

Ulrike Unterberger | pte.monitor
Weitere Informationen:
http://www.usc.edu
http://www.arb.ca.gov
http://arbis.arb.ca.gov/research/chs/chs.htm

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