Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche sehen großes Sparpotenzial beim Wasser

28.02.2007
Wissen über den Wasserverbrauch im Haushalt ist aber gering ausgeprägt / Forsa-Umfrage im Auftrag des Messdienstleisters ista

Die Deutschen sehen großes Sparpotenzial beim täglichen Umgang mit dem Trinkwasser. Auf einer Liste von Einsparmöglichkeiten im Haushalt steht der Wasserverbrauch ganz oben - vor Kleidung, Urlaub, Kultur, Auto und Ernährung. Das ergab eine repräsentative Meinungsumfrage des Forsa-Instituts im Auftrag von ista, dem weltweit führenden Unternehmen für das verbrauchsgerechte Erfassen und Abrechnen von Energie, Wasser und Hausnebenkosten.

Demnach glauben 62 Prozent der Befragten, dass sich am Wasser sehr viel oder zumindest etwas sparen lässt. Ein ähnlich hohes Einsparpotenzial sehen die Befragten nur bei der Kleidung (60 Prozent). Alle anderen Möglichkeiten werden weniger häufig genannt: So meinen 54 Prozent, am Urlaub sparen zu können; kulturelle Aktionen wie Kino- oder Konzertbesuche werden von 53 Prozent genannt. Knapp jeder Zweite würde am Auto (48 Prozent) oder an der Ernährung (45 Prozent) sparen.

Frauen sehen ein höheres Sparpotenzial beim Wasser als Männer (67 versus 57 Prozent). Ähnliches gilt für den Kostenfaktor Kleidung (67 versus 53 Prozent) und für kulturelle Aktivitäten (59 versus 47 Prozent). Für die Umfrage wurden vom 2. bis 4. Januar 2007 1.005 Personen über 14 Jahren telefonisch befragt.

Duschen statt baden und seltener das Auto waschen

Die Bereitschaft der Befragten, für einen sparsameren Umgang mit Wasser ihre Gewohnheiten umzustellen, ist durchaus vorhanden. So wäre fast jeder bereit, statt eines Vollbads eine Dusche zu nehmen (91 Prozent). 86 Prozent würden seltener als bisher das Auto waschen lassen und 82 Prozent beim Einseifen die Dusche abstellen. Mehr als drei Viertel würden beim Zähneputzen einen Becher benutzen (77 Prozent). 74 Prozent könnten sich vorstellen, den Garten seltener zu gießen. Das Wäschewaschen einzuschränken ist allerdings nur für 37 Prozent der Befragten denkbar.

Tropfender Wasserhahn wird unterschätzt

Nur ungenaue Vorstellungen herrschen bei vielen Deutschen über den Mehrverbrauch defekter Sanitärinstallationen. So schätzen die Umfrageteilnehmer den Verbrauch einer kaputten Toilettenspülung im Mittel auf knapp 70 Liter am Tag. Tatsächlich schlägt eine ständig laufende Wasserspülung jedoch mit bis zu 500 Litern zu Buche. Auf etwa 16 Liter veranschlagen die Befragten den Verbrauch eines tropfenden Wasserhahns, dabei sind es je nach Stärke des Defekts bis zu 45 Liter am Tag.

Auch die Höhe des täglichen Wasserverbrauchs ist vielen Deutschen nicht bewusst. Aus vier Werten sollte in der Befragung derjenige identifiziert werden, der dem tatsächlichen Wasserverbrauch eines Menschen am nächsten kommt. Nur eine Minderheit von 26 Prozent wählte dabei die korrekten 130 Liter. Die Mehrheit (65 Prozent) der Befragten unterschätzt den Wasserverbrauch eines Menschen, indem sie ihn bei 40 oder 85 Liter pro Tag vermutet.

"Die wichtigste Erkenntnis aus der Umfrage ist für uns, dass die Deutschen bereit sind, in Zukunft noch sparsamer mit der wertvollen Ressource Trinkwasser umzugehen", sagte der Vorsitzende der ista-Geschäftsführung, Walter Schmidt. "Unser Unternehmen hilft ihnen dabei, indem wir Wasser, aber auch Energie und Hausnebenkosten exakt erfassen und abrechnen. Dies ist der beste Hebel, um Ressourcen gerecht zu verteilen und einen sparsamen Verbrauch anzuregen."

Über ista

ista ist das weltweit führende Unternehmen für das verbrauchsgerechte Erfassen und Abrechnen von Energie, Wasser und Hausnebenkosten. Die Dienstleistungen für Hausverwalter, Hauseigentümer und Energieversorgungsunternehmen reichen von der Lieferung und Installation von Messgeräten über die Verbrauchserfassung bis hin zur verbrauchsabhängigen Abrechnung. ista beschäftigt etwa 4.350 Mitarbeiter und ist in 25 Ländern Europas, Amerikas und Asiens tätig. Das Unternehmen betreut dort mehr als 12 Mio. Nutzeinheiten (Wohnungen und Gewerbe) und betreibt mehr als 42 Mio. Messgeräte. Der Umsatz im Jahr 2005 betrug rund 490 Mio. Euro.

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.ista.com

Weitere Berichte zu: Hausnebenkosten Sparpotenzial Wasserverbrauch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Im Focus: XENON1T: Das empfindlichste „Auge“ für Dunkle Materie

Gemeinsame Meldung des MPI für Kernphysik Heidelberg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

„Das weltbeste Resultat zu Dunkler Materie – und wir stehen erst am Anfang!“ So freuen sich Wissenschaftler der XENON-Kollaboration über die ersten Ergebnisse...

Im Focus: World's thinnest hologram paves path to new 3-D world

Nano-hologram paves way for integration of 3-D holography into everyday electronics

An Australian-Chinese research team has created the world's thinnest hologram, paving the way towards the integration of 3D holography into everyday...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

Flugzeugreifen – Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Myrte schaltet „Anstandsdame“ in Krebszellen aus

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

22.05.2017 | Physik Astronomie

Wie sich das Wasser in der Umgebung von gelösten Molekülen verhält

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie