Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschlands Südwesten ist Rentnerparadies

21.02.2007
Schul- und Berufsausbildung von entscheidender Bedeutung

Deutschlands reichste Rentner wohnen im Südwesten. Zu diesem Ergebnis kommt eine heute, Mittwoch, von der Postbank präsentierte Studie. Demnach verfügen die Ruheständler im bundesweiten Durchschnitt über ein Netto-Haushaltseinkommen von 1.953 Euro pro Monat. "Nach Regionen- und Schul- sowie Berufsausbildung aufgegliedert, ergeben sich jedoch gravierende Unterschiede, die neben einem West-Ost-, auch ein Süd-Nord-Gefälle beinhalten", kommentiert Ralf Palm, Postbank-Pressesprecher, im Gespräch mit pressetext.

Im Detail kommen Rentner der neuen Bundesländer auf nur 1.647 Euro im Monat. Dies sind im direkten Vergleich zu Westpensionen 19 Prozent weniger, da das Netto-Haushaltseinkommen hier im Schnitt bei rund 2.040 Euro liegt. Eine Untersuchung der Postbank in Kooperation mit dem Institut für Demoskopie Allensbach ergab, dass Ruheständler im Rhein-Main-Gebiet sowie im Südwesten Deutschlands durchschnittlich im Monat 2.207 Euro netto je Haushalt. In Bayern hingegen sind es mit 2.036 Euro immerhin noch mehr als im Norden der Republik. In Norddeutschland erreicht der monatliche Wert im Mittel nur 1.920 Euro. Auch das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen liegt mit 1.969 Euro klar vor Mecklenburg-Vorpommern mit durchschnittlich 1.579 Euro.

Eine weitere Differenz offenbart sich beim Blick auf die regional teils erheblich schwankende Abhängigkeit von staatlicher Rente. Auch hier führt Ostdeutschland negativ die Statistik an, wobei dies auch mit den großen Unterschieden im Hinblick auf die Quellen, aus denen sich das Einkommen speist, erklärt. Palm betont hierbei die generell hohe Inanspruchnahme der gesetzlichen Altersvorsorge, die im Westen mit 89 Prozent jedoch noch immer weniger sei, als im Osten mit 92 Prozent. Erlöse aus betrieblichen Altersversorgungen erhalten im Westen 37 Prozent der Rentner-Haushalte, im Osten sind es dagegen nur neun Prozent. Hinzu kommt, dass knapp die Hälfte (45 Prozent) der westdeutschen Rentner im Ruhestand auf eine eigene Wohnung oder Immobilie zurückgreifen können, hingegen in Ostdeutschland nur 28 Prozent diese Rücklageoption offen steht. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Aktienbesitz der Rentner (zehn Prozent Westen, fünf Prozent Osten).

Die Schulbildung spielt bei den Alterseinkünften eine entscheidende Rolle. Ruheständler mit Abitur oder Studium haben im Alter pro Monat netto bundesweit durchschnittlich 2.486 Euro in der Tasche. Dies sind 27 Prozent mehr als bei einem durchschnittlichen Ruheständler-Haushalt in Deutschland und sogar 36 Prozent mehr als bei Rentnern und Pensionären mit einfachem Schulabschluss. Diese erhalten im Schnitt nur 1.830 Euro, wobei pensionierte Beamte mit 2.578 Euro über das mit Abstand höchste Altersgeld verfügen (Angestellte: 2.009 Euro, Freiberufler: 1.951 Euro, Arbeiter: 1.710 Euro).

Florian Fügemann | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.postbank.de
http://www.ifd-allensbach.de

Weitere Berichte zu: Berufsausbildung Netto-Haushaltseinkommen Ruhestand

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Dialysepatienten besser vor Lungenentzündung schützen
17.01.2018 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Neue Studie der Uni Halle: Wie der Klimawandel das Pflanzenwachstum verändert
12.01.2018 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie