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Morphium hilft gegen Husten

19.02.2007
Studie: Hustenfrequenz sinkt um 40 Prozent

Das Opiat Morphium ist zur Linderung von lang anhaltendem Husten wirksam. Eine Studie der University of Hull hat bewiesen, was Ärzte schon lange vermutet haben. Sie verschreiben Patienten, die seit Jahren unter Husten leiden, immer wieder Morphium. Bisher gab es jedoch keine Studie, die diese Wirksamkeit durch den Vergleich von Morphium mit Blindpräparaten nachgewiesen hätte. Details der Studie wurden im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht.

An der Studie nahmen 27 Patienten mit hartnäckigem Husten teil. Sie reagierten rasch auf die Behandlung mit Morphium, die mit 5 Milligramm zwei Mal täglich begonnen wurde. Die beste Wirkung wurde fünf Tage nach Beginn der Behandlung erreicht. Sie blieb während der verbleibenden vier Wochen des Tests bestehen. Alle Teilnehmer hatten mindestens drei Monate lang an Husten gelitten. Während der Doppelblindstudie wusste keiner der Patienten und keiner der Forscher, wer Morphium und wer ein Blindpräparat erhalten hatte. Die Teilnehmer wurden ersucht, ihre Beschwerden täglich zu bewerten. Langsam freigesetztes Morphium verringerte die Hustenfrequenz um 40 Prozent.

Die Einnahme des Opiats blieb laut BBC allerdings nicht ohne Nebenwirkungen. Zwei Fünftel der Teilnehmer litten unter Verstopfung. Ein Viertel klagte über Benommenheit. Das Team um Alyn Morice geht trotzdem davon aus, dass die Vorteile für die Behandlung von anders nicht behandelbaren Hustenarten überwiegen. "Chronischer Husten kann verheerende Auswirkungen auf die Lebensqualität haben. Diese Forschungsergebnisse liefern Argumente für eine Einsatz von Opiaten."

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.hull.ac.uk

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