Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

...und am Ende gewannen die Deutschen doch!

16.02.2007
Neue Studie zu den Nachwirkungen der Fußball WM / Wertschätzung der Fußball-WM jetzt doppelt so hoch wie vor der WM

Auch wenn Italien das Sommermärchen der deutschen Nationalmannschaft beendete: Die Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land war ein enormer Gewinn für die Deutschen. Diese Einschätzung wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern geteilt - das Erstaunliche daran: Nach der WM verdoppelten sich diese positiven Bewertungen. Zu diesem Ergebnis sind jetzt die Wirtschaftswissenschaftler Dr. Malte Heyne vom Institut Arbeit und Wirtschaft (Professor Dr. Rudolf Hickel) der Universität Bremen, Dr. Bernd Süßmuth von der TU München und Professor Wolfgang Maennig von der Universität Hamburg in ihrer neuen Studie gekommen. Dabei zeigte sich: Insbesondere Ostdeutsche waren von der WM begeistert.

Heyne und Süßmuth hatten vor der WM in einer repräsentativen Umfrage ermittelt, welchen Wert die Deutschen dem Ereignis beimessen. Nach dem Hinweis, dass die WM in Deutschland nur stattfinden könne, wenn die Bevölkerung sich finanziell beteilige, wurde die individuelle Zahlungsbereitschaft abgefragt. Im Durchschnitt lag diese vor der WM bei ernüchternden 4,27 Euro pro Person - insgesamt kamen dabei rund 350 Millionen fiktive Euro zusammen.

Nach der WM haben Heyne und Süssmuth gemeinsam mit Wolfgang Maennig die Untersuchung neu aufgelegt. Mit verblüffenden Ergebnissen: Die Zahlungsbereitschaft hatte sich mehr als verdoppelt. Sie ist von 4,26 Euro auf 10,07 Euro gestiegen! Insgesamt war die WM den Deutschen also etwa 830 Millionen Euro wert.

Insbesondere Personen aus den Neuen Bundesländern, die zuvor nur wenig Zahlungsbereitschaft zeigten, änderten nach der WM ihre Haltung. Die Wissenschaftler erklären dies unter anderem damit, dass diese Personengruppe die "weichen" WM-Effekte nicht richtig einzuschätzen konnte. Grund dafür sei, so der Wirtschaftswissenschaftler Heyne, "dass die Menschen in Ostdeutschland - im Gegensatz zur Bevölkerung aus den alten Bundesländern - bislang nicht die Möglichkeit hatten, die Atmosphäre von Sport-Großveranstaltungen wie etwa den Olympischen Spielen 1972 oder der Fußball-WM 1974 selber erleben zu können. Sie wurden von der WM-Euphorie positiv überrascht. Aus ökonomischer Sicht ist die WM also ein Erfahrungsgut, dessen Qualität erst richtig eingeschätzt werden kann, wenn man es einmal selber erlebt hat."

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Dr. Malte Heyne
Tel. 0421/32346421, Mobil 0179 7406287
E-Mail: heyne@rkw-bremen.de

Angelika Rockel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bremen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Weltweit erste Therapiemöglichkeit für Kinderdemenz CLN2 entwickelt
25.04.2018 | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics