Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Chancen von Private Equity im Mittelstand

13.02.2007
Nach zwei schwachen Quartalen haben sich die Erwartungen zum Jahresende deutlich verbessert - der deutsche Mittelstand gilt weiter als wichtiger Zielsektor.

Der Private-Equity-Stimmungsindikator verzeichnete im vierten Quartal 2006 einen signifikanten Zuwachs. Auch gestiegene Kaufpreismultiplikatoren und der starke Wettbewerb im Rahmen von Kauftransaktionen konnten den Erfolg nicht schmälern. Ausgehend von den positiven Erwartungen der Branche und den zahlreichen Transaktionen im vergangenen Jahr werden auch für die Zukunft Wachstum und weiter steigende Transaktionsvolumina prognostiziert.

Potenzial sieht die Branche vor allem im deutschen Mittelstand, insbesondere bei den Themen Nachfolgeproblematik und Wachstumsfinanzierung. Dies ergab die vierteljährliche Private-Equity-Studie von Deloitte - hierzu wurden 1.200 Private-Equity-Manager aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.

"Unser Private-Equity-Stimmungsindikator notiert nach einem Anstieg um sieben Punkte mit 122 Punkten nahe des Allzeithochs", erläutert Karsten Hollasch, Partner Transaction Services bei Deloitte. "Die befragten Private-Equity-Manager erwarten überdies eine positive Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Klimas im ersten Quartal 2007."

Megadeals, wachsende Bekanntheit und höhere Akzeptanz

Die große Anzahl von Transaktionen mit Private-Equity-Beteiligung und Megadeals wie die Übernahme der Sendergruppe ProSiebenSat1 durch die Finanzinvestoren KKR/Permira haben auch außerhalb der Branche für großes Aufsehen gesorgt. Die positiven Erwartungen der Manager bezüglich Deal-Aktivitäten und weiterhin steigender Transaktionsvolumina lassen weitere Megadeals antizipieren. Dies trägt dazu bei, dass sich Private Equity mehr und mehr als alternatives Finanzierungsinstrument etabliert.

Chancen im deutschen Mittelstand

"Getrieben durch die derzeit hohen Verkaufspreise und die anhaltende Nachfolgeproblematik im deutschen Mittelstand steht dieser alternativen Finanzierungslösungen wie Private Equity immer offener gegenüber", erläutert Karsten Hollasch. In den letzten Monaten haben Akzeptanz und Erfahrung mit Private-Equity-Finanzierungen zugenommen. Die hohe Investitionsbereitschaft bei Mittelstandsprojekten wird vor allem bei Themen wie Nachfolgeproblematik und Wachstumsfinanzierung deutlich. Hier sehen über 90 Prozent der Manager zukünftige Transaktionsauslöser. Exit-Renditen für etwaige Investments beurteilen die Fachleute sich jedoch weiterhin uneinheitlich.

"Die Private-Equity-Branche sieht somit nach wie vor ihre Hauptzielgruppe bei mittelständischen Unternehmen. Die Umfrage hat gezeigt, dass hier noch viel Potenzial für zukünftige Investments steckt", resümiert Karsten Hollasch.

Die vollständige Studie finden Sie zum Download unter http://www.deloitte.com/dtt/section_node/0,1042,sid%253D6289,00.html

Über die Umfrage

Das Private-Equity-Team von Deloitte untersucht die Erwartungen und Aussichten der Branche durch regelmäßig vierteljährlich durchgeführte Studien, der Private Equity Survey. Zu ihren Markteinschätzungen für die nächsten zwei Quartale wurden mehr als 1.200 Investmentmanager der Private-Equity-Branche schriftlich befragt. Deloitte Private-Equity-Umfragen erscheinen in den Ländern Australien/Neuseeland, Deutschland, Großbritannien, Hongkong/China, Israel, Italien, Kanada, Niederlande, Österreich, Polen, Schweiz, Tschechische Republik, Ungarn und den USA.

Deloitte Deutschland

Deloitte ist eine der führenden Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland. Das breite Leistungsspektrum umfasst Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance-Beratung. Mit 3.400 Mitarbeitern in 18 Niederlassungen betreut Deloitte seit 100 Jahren Unternehmen und Institutionen jeder Rechtsform und Größe aus allen Wirtschaftszweigen. Über den Verbund Deloitte Touche Tohmatsu ist Deloitte mit 135.000 Mitarbeitern in nahezu 140 Ländern auf der ganzen Welt vertreten.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu, einen Verein schweizerischen Rechts, dessen Mitgliedsunternehmen einschließlich der mit diesen verbundenen Gesellschaften. Als Verein schweizerischen Rechts haften weder Deloitte Touche Tohmatsu als Verein noch dessen Mitgliedsunternehmen für das Handeln oder Unterlassen des/der jeweils anderen. Jedes Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig, auch wenn es unter dem Namen "Deloitte", "Deloitte & Touche", "Deloitte Touche Tohmatsu" oder einem damit verbundenen Namen auftritt. Leistungen werden jeweils durch die einzelnen Mitgliedsunternehmen, nicht jedoch durch den Verein Deloitte Touche Tohmatsu erbracht. Copyright © 2007 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

Isabel Milojevic | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.deloitte.de

Weitere Berichte zu: Equity Mitgliedsunternehmen Nachfolgeproblematik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Erste großangelegte Genomstudie prähistorischer Skelette aus Afrika
27.09.2017 | Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte / Max Planck Institute for the Science of Human History

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie