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Forschungsprojekt über Megacities: Neue Studie

02.02.2007
In einem von Siemens unterstützten Forschungsprojekt haben erstmals 522 Entscheider aus 25 Millionenstädten der Welt umfassend Auskunft über ihre dringendsten Probleme und die Zukunftsaussichten gegeben. Demnach hat für die Befragten die Lösung der Verkehrsprobleme in ihren Städten mit Abstand höchste Priorität.

Umweltfragen spielen bei der Stadtplanung weltweit eine zentrale Rolle. Vor allem in stark aufstrebenden Städten hat im Zweifel aber wirtschaftliches Wachstum Vorrang. Die Studie wurde von den Forschungsinstituten GlobeScan und MRC McLean Hazel erarbeitet und auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vorgestellt.

Die Entscheider aus den Städten, darunter Megacities wie Tokio, London New York, Schanghai, Sao Paulo, Moskau, Kairo, Jakarta und Mumbai (Bombay), sahen als wichtigste Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Stadt eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur. 27 Prozent setzten diesen Faktor an erste Stelle, danach folgte mit neun Prozent das Thema Sicherheit. Dahinter kommen mit jeweils sechs Prozent Energie, Kommunikation, Bildung, Kultur und effiziente Verwaltung.

Beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur setzen 71 Prozent der Experten auf öffentlichen Nahverkehr, nur 29 Prozent favorisieren den Individualverkehr. Ökologische Ansätze prägen auch das Thema Energie – quer durch alle Städte: 48 Prozent der Experten wollen in den kommenden Jahren ihren Schwerpunkt auf die Förderung erneuerbarer Energiequellen legen. So plant China, seinen Anteil an regenerativen Energien an der Erzeugung bis 2020 auf 15 Prozent zu verdoppeln. Angesichts stark wachsender Einwohnerzahlen setzen Städte auf mehr Effizienz in der Verwaltung. So sollen Behörden mit IT-Lösungen transparenter werden.

Privatisierung kann bei der Lösung der Probleme von Städten eine große Rolle spielen. 70 Prozent der Befragten bezeichneten Public Private Partnerships als Erfolg versprechendes Modell. Als primären Vorteil sehen sie dabei weniger die Finanzierung, sondern die Steigerung der Effizienz durch die Einbindung der Privatwirtschaft. Der Trend bei den Stadtverantwortlichen geht demnach weg vom reinen Verwalten öffentlicher Aufgaben hin zu aktivem Management der städtischen Dienstleistungen. Hier gibt es laut der Studie Nachholbedarf beim Thema Nachfragemanagement. Dazu gehört etwa die aktive Steuerung des Verkehrsaufkommens durch Preismanagement und Regeln für den Individualverkehr.

Die Studie kann kostenlos im Internet bestellt werden. (IN 2007.02.1)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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