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DJI Online Thema 2007/02: Lehren und Lernen mit dem Internet

01.02.2007
Das Internet gehört im Klassenzimmer zum Standard - so lautet die Bilanz des Bundesprogramms "Schulen ans Netz" nach zehn Jahren Laufzeit.

Ob und wie dieses Infrastrukturpotenzial von Lehrenden und Lernenden in den Grundschulen tatsächlich genutzt wird, hat eine DJI-Studie erforscht. Aufschluss darüber geben die Ergebnisse der bundesweiten quantitativen Befragung von über 800 Grundschullehrkräften, die das Internet im Unterricht einsetzen.

Der zweite Teil der Untersuchung, eine qualitative Beobachtungsstudie, dokumentiert den schulischen Internetumgang der Kinder anhand von zehn Fallbeispielen und zeigt auf, welche Bedeutung und welchen Nutzen das Internet für das Lehren und Lernen sowie für die Kompetenzentwicklung der Kinder haben kann.

Im Worldwideweb werden innerhalb kürzester Zeit Milliarden verdient und verloren. Hier werden Ehepartner gesucht, Weihnachtsbäume verkauft und Jobs gefunden. Im Internet bekommst du alles, das wissen heute schon Vierjährige. 40 Millionen Deutsche sind bereits "online". Für viele Jugendliche ist das Internet zum "Pausenhof" geworden, auf dem sie einen Großteil ihrer Freizeit verbringen. Tausende junger Erwachsener leben bereits ihr virtuell-reales "Second Life" im Cyberspace.

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»Beobachtungsstudie »DJI »Grundschule »Netz

Dem Surfer bietet sich eine gigantische Flut von Angeboten. Kinderleicht ist es mittlerweile, Informationen im Netz zu suchen und zu finden. Ebenso leicht ist es aber auch für jeden, private Notizen, Amateurfilme, Verunglimpfungen, Systemkillerviren, gezielte Desinformationen oder historische und politische Thesen zweifelhaften Inhalts via Internet zu präsentieren - für Millionen potenzieller LeserInnen.

Deshalb will das deutsche Bildungssystem den Nachwuchs mit dem Internet, das unser Leben und Arbeiten in so kurzer Zeit derart revolutioniert hat, nicht unvorbereitet allein lassen. Der richtige Umgang mit der verlockend-beeindruckenden Internet-Welt soll möglichst früh vermittelt werden - am besten schon in der Grundschule. "Schulen ans Netz" hieß deshalb die Devise, die mittlerweile in eine mehr oder weniger ausgeprägte Grundversorgung der Schulen mit PCs und Internetzugängen umgesetzt wurde. Aber wie werden die Computer, die nun in den Klassenzimmern oder Computerräumen stehen, genutzt?

Differenzierte Antworten darauf gibt die erste Auswertung einer bundesweiten DJI-Befragung von über 800 LehrerInnen, die das Internet regelmäßig im Grundschulunterricht einsetzen. Die ersten Ergebnisse sind in "Auf einen Blick" zusammengefasst.

Ergänzt werden diese Ergebnisse durch eine Beobachtungsstudie, die im Rahmen des DJI-Projekts an zehn Grundschulen in verschiedenen Bundesländern durchgeführt wurde. Die dadurch gewonnenen Innenansichten zum Lehren und Lernen mit dem Internet erläutert DJI-Projektleiterin Dr. Christine Feil im "Interview". Ihrer Ansicht nach ist trotz vieler interessanter Ansätze und einer gemäßigten Aufbruchstimmung derzeit noch keine Internet-Revolution in den Klassenzimmern auszumachen.

Warum und wie eine Grundschule zur Medienschule wird, bei der die kontinuierliche und kreative Arbeit mit Computer und Internet Bestandteil des Schul- und Medienkonzepts darstellt, beschreibt Steffen Zaumseil, Schulleiter der Erich-Kästner-Grundschule in Gera, in seinem "Blick von außen".

Bei all diesen pädagogischen Bemühungen, die ersten, tastenden Schritte der Kinder im Internet zu begleiten, gilt es zu bedenken: die beste Vorbereitung für einen vernünftigen und klugen Umgang mit dem Internet, in dem die Bewertung und Einordnung des dargebotenen Materials eine immens wichtige Rolle spielt, ist in jedem Fall eine fundierte Bildung - und zwar unabhängig davon, ob man diese technische Neuerung nun als Segen oder Fluch empfindet, als Medium mit riesigem basisdemokratischen Potenzial oder als kapitalistische Geld- und Machtmaschinerie.

Andrea Macion | idw
Weitere Informationen:
http://www.dji.de/thema/0702

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