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Funksignale etablieren sich - Studie macht den Markt für Anbieter RFID-basierter Lösungen transparent

31.01.2007
Die RFID-Technik ist bei Handel und Industrie in aller Munde. Der zunehmenden Unsicherheit um den Einsatz dieser Sender zur Identifikation von Gütern trägt der Arbeitskreis Consulting unter Leitung des Wirtschaftsinformatikers Prof. Dr. Georg Wilking an der Hochschule Niederrhein Rechnung: Im Rahmen einer Studie wurden geeignete Anbieter von Produkten und Dienstleistungen in Deutschland umfassend erhoben und übersichtlich dargestellt.

Bereits vor gut zwei Jahren stellte das Bundesamt für Sicherheitstechnik in der Informationstechnik (BSI) fest, dass der zunehmende Wettbewerbsdruck den Einsatz von RFID-Systemen unterstützen wird. Die Potenziale dieser Technologie sind bestechend - beispielsweise in der Neuausrichtung logistischer Prozesse. "Problematisch bleibt aber vor allem der oftmals zu geringe Reifegrad der Technologie in bestimmten Anwendungsbereichen - wie etwa dem so genannten 'Item Level Tagging'", stellt Professor Wilking fest.

Mit diesem Begriff wird die Kennzeichnung einzelner Verpackungen mit Funkchips bezeichnet, welche Signale aussenden, anhand der die betreffende Verpackung berührungslos identifiziert werden kann. Aus Problemen dieser Art resultiert wiederum eine oftmals unsichere Bestimmung der Wirtschaftlichkeit: Projekte drohen zu scheitern.

Am Forschungsprojekt "Wireless Networks" der Hochschule Niederrhein geht man davon aus, dass kurz- und mittelfristig etwa ein Drittel aller RFID-bezogenen Projekte nicht zum gewünschten Erfolg führen wird. Laufende Projekte des Arbeitskreises Consulting der Hochschule bestätigen diese Einschätzung, die von anderen Organisationen sogar noch übertroffen wird. Manche Analysten prognostizieren, dass rund die Hälfte aller einschlägig ausgerichteten Vorhaben scheitern wird. "Damit liegt RFID in der Tradition innovativer IT-Projekte, welche trotz verbesserter Vorgehensmodelle regelmäßig Probleme bereiten", so Wirtschaftsinformatiker Wilking. Die Bedeutung von RFID als einer kommenden Basistechnologie ist dennoch hoch: Auf der Grundlage der drahtlosen, automatischen Identifikation werden bereits heute neue Prozesse entworfen und realisiert - beispielsweise in der Logistik, in der Warenrückverfolgung sowie in der Sicherung von Gütern und Einrichtungen.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung sei es erfreulich zu sehen, so Wilking, dass sich die Zahl von Anbietern auf hohem Niveau konsolidiere: Über zweihundert Lieferanten von Transpondern und Lesegeräten sowie Anbieter einschlägiger Peripherie und Dienstleistungen werden in der neuen Studie identifiziert und aufgeführt. Sie gibt damit interessierten Unternehmen einen ersten strukturierten Überblick über das Angebot auf dem deutschsprachigen Markt. Ergänzt werden sie durch notwendige Komponenten und typische Problembereiche von RFID-Projekten.

Die Studie kann bei der Arbeitsgruppe Consulting zum Preis von 29 Euro bezogen werden. Kontakt: www.wilking.info

Rudolf Haupt | idw
Weitere Informationen:
http://www.wilking.info
http://www.hs-niederrhein.de/

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