Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Große Mengen an Ballaststoffen verringern Brustkrebsrisiko

24.01.2007
Bereits 30 Gramm pro Tag halbieren Risiko

Frauen, die ihre Menopause noch nicht erreicht haben, können ihr Brustkrebsrisiko durch das Essen großer Mengen von Ballaststoffen halbieren. Wissenschafter der University of Leeds wiesen nach, dass Frauen, die 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag zu sich nahmen über ein halb so großes Risiko verfügten wie Teilnehmerinnen, die weniger als 20 Gramm aßen. Für die im International Journal of Epidemiology veröffentlichte Studie wurden die Daten von 3500 Frauen ausgewertet. In Großbritannien werden pro Person täglich rund 12 Gramm Ballaststoffe konsumiert.

Um die empfohlenen 30 Gramm zu erreichen, müsste man zum Frühstück ein Ballaststoff reiches Müsli essen, auf Vollkornbrot umsteigen und täglich fünf Portionen Obst oder Gemüse zu sich nehmen. Die Essgewohnheiten und die Gesundheit der Teilnehmerinnen wurden insgesamt sieben Jahre lang beobachtet. Zu Beginn der Studie waren die Frauen zwischen 35 und 69 Jahre alt. Die Ernährungsgewohnheiten wurden mittels eines Fragebogens mit 217 Nahrungsmitteln ermittelt. Anders als in früheren Studien zu diesem Thema nahmen vollständige Vegetarierinnen oder Frauen teil, die kein rotes Fleisch aßen. Fast 16.000 Frauen waren zu Beginn der Studie vor der Menopause, 18.000 hatten sie bereits hinter sich. 257 Frauen erkrankten während der sieben Jahre vor den Wechseljahren an Brustkrebs.

Die erkrankten Frauen gewannen einen vergleichsweise größeren Teil ihres Energieumsatzes aus Proteinen und einen geringeren aus Ballaststoffen und Vitamin C. Dieser Effekt konnte nach der Menopause nicht mehr festgestellt werden. 350 Frauen dieser Gruppe erkrankten an Brustkrebs. Die Wissenschafter nehmen an, dass der Grund dafür sein könnte, dass Ballaststoffe die Art und Weise beeinflussen, wie der Körper das Hormon Östrogen verarbeitet und reguliert. Die Östrogenwerte sind vor den Wechseljahren im Allgemeinen höher. Die leitende Wissenschafterin Janet Cade erklärte, dass die entscheidende Aufnahme von Ballaststoffen wahrscheinlich früher stattfinde, was erklären könnte, warum der schützende Effekt nach der Menopause nicht mehr gegeben war.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.leeds.ac.uk
http://ije.oxfordjournals.org

Weitere Berichte zu: Ballaststoff Brustkrebs Brustkrebsrisiko Menopause Wechseljahre

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik