Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sozialversicherer entdecken den Kundenservice

18.01.2007
Die Sozialversicherungsträger wollen sich in den nächsten Jahren stärker am Kunden orientieren. Drei Viertel der Entscheider messen dem Ausbau des Kundenservice bis 2008 eine sehr große Bedeutung bei.

Insbesondere Kundenzufriedenheitsbefragungen und ein verbessertes Beschwerdemanagement sollen die Servicequalität verbessern. Das Leistungsangebot wird zudem mit Internet- und E-Mail-Diensten gestärkt. Das ist das Ergebnis der Studie Branchenkompass 2006 Sozialversicherungen von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Für die Kostenträger im Gesundheitswesen gehört die Kundenorientierung schon seit Jahren zur alltäglichen Praxis. Auch für den weiteren Ausbau planen diese für die kommenden zwei Jahre breit angelegte Investitionen. Das Geld soll vor allem in Kundensegmentierungssysteme fließen. Zudem sprechen sich die Fach- und Führungskräfte für effizientere Vertriebsprozesse aus.

Deutlich dünner fällt der Maßnahmenkatalog dagegen bei den Trägern der Rentenversicherungen aus. Dieser frisch konsolidierte Zweig steht beim Ausbau von Serviceleistungen noch in den Startlöchern. Entsprechend will die Mehrheit der Entscheidungsträger hier zunächst nur in Kundenzufriedenheitsbefragungen sowie die Einführung eines Beschwerdemanagements investieren. Darüber hinausgehende Maßnahmen, wie beispielsweise eine segmentorientierte Betreuung oder Rabattsysteme, werden nur von wenigen Entscheidungsträgern geplant.

Die Stärkung der Kundenkommunikation durch einen Ausbau der Internettechnik wird von den Sozialversicherungsträgern übereinstimmend vorangetrieben. Dazu gehören Onlineangebote zur Information, leichteren Auftragsabwicklung und zum vereinfachten Zahlungsverkehr. Dazu passt, dass die meisten Entscheider bei Renten- und Unfallversicherungen planen, die Betreuungsprozesse möglichst vollständig zu elektronisieren. Die meisten Sozialversicherungsträger wollen mit Einsatz neuer Technik eine schlankere Struktur für ihre Beratung aufbauen und mit ihrem Leistungsangebot für ihre Kunden transparenter werden. Denn bisher hat kaum ein Versicherter einen vollständigen Überblick über die Leistungen der Sozialversicherer.

Hintergrundinformationen

Der Branchenkompass 2006 Sozialversicherungen zeigt auf, wie die Träger der gesetzlichen Sozialversicherungen auf die sich wandelnden Rahmenbedingungen reagieren. Im Mai 2006 informierten 100 Topentscheider deutscher Sozialversicherungsträger über die Investitionsziele ihrer Institutionen und Entwicklungstrends. Die Befragten sind führende Manager aller fünf Sozialversicherungsträger: der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung, der gesetzlichen Rentenversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung, der gesetzlichen Krankenkassen sowie der gesetzlichen Pflegekassen. Die Interviewpartner sind Mitglieder des Vorstands oder der Geschäftsführung sowie führende Abteilungsleiter. Die Marktforschungsgesellschaft forsa aus Berlin führte die Erhebung anhand eines strukturierten Fragebogens nach der Methode des Computer Assisted Telephone Interview (CATI) durch.

Jörg Forthmann | Steria Mummert Consulting
Weitere Informationen:
http://www.steria-mummert.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Erste großangelegte Genomstudie prähistorischer Skelette aus Afrika
27.09.2017 | Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte / Max Planck Institute for the Science of Human History

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie