Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EU-Studie bekennt sich zu Open-Source-Software

15.01.2007
OpenOffice als gleichwertiger Microsoft-Ersatz anerkannt

Eine Studie der Europäischen Kommission zur Wirtschaftlichkeit von Open-Source- und freier Software kommt zum Schluss, dass diese proprietärer Software funktionell ebenbürtig ist.

Über lange Sicht betrachtet soll freie Software ein Einsparpotenzial von 36 Prozent für Unternehmen im Forschungsbereich bieten, wenngleich Investitionen in Mitarbeiterschulungen und Migrationsprozesse im Softwarebereich zunächst für Mehrkosten sorgen. Die bereits im November vergangenen Jahres fertig gestellte Studie, die nun erstmals veröffentlicht wurde, unterstreicht zudem die Gleichwertigkeit von OpenOffice gegenüber Microsofts Office-Paket.

Um das Phänomen akkurat zu beschreiben, greifen die Studienautoren bei der Terminologie auf den Begriff FLOS-Software zurück, der neben "freier" Software auch den in Lateinamerika und Südeuropa verwendeten Begriff "libre" sowie Open Source Software umschließt. FLOS-Software habe in der Vergangenheit einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des IKT-Sektors gehabt und gerade im Bereich Internet und World Wide Web für eine Reihe von Impulsen gesorgt. Gerade in Europa spiegle sich dies in einer hohen Marktpenetration von Open-Source-Software sowohl in Privatunternehmen als auch der öffentlichen Verwaltung nieder.

So verwendeten der Studie zufolge bis Ende 2005 rund 40 Prozent aller europäischen Unternehmen FLOS-Software. Für Ende 2006 wird ein Wert von nahezu 50 Prozent angenommen, wenngleich ein Großteil der Befragten Open-Source-Software weiterhin nicht für die wichtigsten Geschäftsprozesse einsetzt. Ungebrochen hoch ist weiterhin die Überzeugung der Unternehmen, dass FLOS-Software billiger als proprietäre Software kommt. Um FLOS-Software gegenüber proprietären Systemen nicht zu benachteiligen, schlagen die Autoren steuerliche Anreize für die Open-Source-Community vor. So könnte die Freigabe von Open-Source-Produkten zukünftig wie abschreibbare Spenden gewertet werden. Auch müsse gewährleistet sein, dass Open-Source-Projekte von der öffentlichen Hand weiterhin gefördert werden.

Die gesamte Studie zu FLOS-Software der Europäischen Kommission findet sich als PDF-Dokument unter http://ec.europa.eu/enterprise/ict/studies/publications.htm

Martin Stepanek | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://ec.europa.eu/enterprise/ict/studies/publications.htm

Weitere Berichte zu: EU-Studie FLOS-Software Open-Source-Software

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie