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Erfolgsfaktoren von Unternehmensgründungen von Frauen sollen analysiert werden

10.01.2007
Am 1. Dezember 2006 ist das Projekt "Analyse der langfristigen Erfolgsfaktoren von technologieorientierten Unternehmensgründungen von Frauen" an der Universität Potsdam offiziell gestartet.

Projektpartner sind die Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam (MBS), der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV), die InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB), die bundesweite Gründerinnenagentur (bga) und die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH aus Berlin.

Hintergrund für das Projekt ist vor allem der anhaltende Rückgang der technologieorientierten Gründungen in Deutschland. Für den Wirtschaftsstandort Deutschland wirkt sich besonders der Tiefstand bei den Hightech-Gründungen negativ auf das gesamte volkswirtschaftliche Wachstum aus, da vor allem Innovationen in Spitzentechnologien die Chance haben, Wachstumslokomotiven zu werden. Frauen sind zudem bei Gründungen im Technologiebereich deutlich unterrepräsentiert. Die "typische" Unternehmensgründung von Frauen findet im Dienstleistungsbereich statt und weist eine geringe Kapitalintensität auf.

"Mit unserem Forschungsvorhaben gehen wir offensiv die Forschungslücken im Bereich der wachstumsstarken Technologiegründungen durch Frauen an", sagt Prof. Dr. Guido Reger, der als Stiftungsprofessor der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam das Projekt leitet. Das Forschungsvorhaben wird drei Jahre dauern und finanziell mit über 400.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.

Das Ziel des Projektes ist die Analyse der langfristigen Entwicklungsverläufe und Erfolgsfaktoren technologieorientierter Unternehmen mit besonderem Blick auf Gründerinnen. Es werden speziell Problemlagen im Hinblick auf die Finanzierung von Gründungen identifiziert und Lösungsansätze erarbeitet. Dabei soll das Gründungs- und Managementverhalten von Männern und Frauen sowie Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland betrachtet werden.

"Wir sind schon sehr gespannt auf die Ergebnisse und ob diese Konsequenzen für unsere Arbeit haben werden", sagt Stephan Schmidt von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam. Für Dr. Manja Dollase von der InvestitionsBank des Landes Brandenburg sind " die Ergebnisse der Studie von besonderem Interesse vor dem Hintergrund, dass die ILB diese in ihre Vorschläge für die künftige Ausgestaltung der Technologieförderung einbringen kann".

Andrea Benthien | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-potsdam.de

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