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Verlässliche Daten für kommunalen Investitionsbedarf bis 2020 Bau- und Baustoffindustrie beauftragen Difu mit Studie

12.12.2006
Eine leistungsfähige kommunale Infrastruktur ist entscheidend für die Qualität des Wirtschaftsstandorts und der regionalen Entwicklungen.

Angesichts weiterhin knapper öffentlicher Finanzen ist es von herausragender Bedeutung, eine abgesicherte Schätzung des erheblichen kommunalen Investitionsbedarfs vorzunehmen.

Nur so können die Mittel effizient eingesetzt, Fehlentwicklungen vermieden und eine adäquate Steuerung von Investitionen vorgenommen werden, die sich am Bedarf orientiert. Um eine verlässliche aktuelle Informationsbasis hierfür zu schaffen, haben der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Bundesverband der Deutschen Zementindustrie (BDZ) jetzt das renommierte Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) mit einem wissenschaftlichen Gutachten zur "Schätzung des kommunalen Investitionsbedarfs 2006 bis 2020" beauftragt. Dieses Projekt wird aus dem Bundeshaushalt im Rahmen der Forschungsinitiative "Zukunft Bau" öffentlich gefördert. Federführend ist auf Seiten des Bundes das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR).

Für die Bau- und Baustoffindustrie sind die kommunalen Investitionen von besonderer Bedeutung, denn die Kommunen sind Träger von über 60 Prozent des öffentlichen Bauvolumens. Die vom Difu vorgenommene empirische Bedarfsschätzung wird sich auf die bauintensiven Teilbereiche Verkehr, leitungsgebundene Infrastruktur, soziale Infrastruktur, Verwaltungsgebäude und Stadtumbau konzentrieren. Vor allem die absehbare demographische Entwicklung und die möglichen strukturellen Veränderungen der Wirtschaft machen es erforderlich, über aktuelle Daten für die Anforderungen an eine moderne Infrastruktur zu verfügen.

Über die empirischen Bedarfsschätzungen hinaus wird das Forschungsprojekt auf Ursachen, Strukturen und Auswirkungen des gegenwärtigen kommunalen Investitionsstaus eingehen. Auch Ansätze zur Beschleunigung der Projektdurchführung und Verbesserung der Effizienz, z.B. durch Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP), sollen diskutiert werden.

Sowohl mit dieser Anwendungsorientierung als auch mit der erweiterten Problemstellung geht das Projekt über die bislang turnusmäßig vorgelegten Schätzungen des kommunalen Investitionsbedarfs hinaus. Das Projekt wurde vor kurzem gestartet. Erste Zwischenergebnisse sollen im Herbst 2007 vorgestellt werden. Im Frühjahr 2008 werden dann die abschließenden Ergebnisse vorliegen.

Susanne Hoffmann | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.bauindustrie.de
http://www.BDZement.de

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