Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Studie zur Gesundheitssituation von Schülern erstmals in Berlin

06.02.2002


"Manche Kinder gehen hungrig zur Schule oder ins Bett, weil zu Hause nicht genügend Lebensmittel vorhanden sind. Wie häufig passiert dir das? Wie oft unternimmst du etwas mit deinen Eltern, das dir richtig Spaß macht? Wie oft putzt du dir die Zähne?" Das sind einige der Fragen, die Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts ab 11. Februar 2002 insgesamt 6.000 Berliner Schülern bei der "Studie zur Gesundheitssituation und zu dem Gesundheitsverhalten von Schülern" stellen werden. Die Erhebung soll zu einem besseren Verständnis gesundheitsbezogener Einstellungen und Verhaltensweisen von Schülern beitragen und Erkenntnisse zu erforderlichen gesundheitspolitischen Maßnahmen liefern. Ein Schwerpunkt liegt auf der Identifikation von Präventionsmöglichkeiten.

Die Studie ist Teil des internationalen vergleichenden Forschungsvorhabens "Health Behaviour in School-aged Children (HBSC)", das alle vier Jahr unter der Schirmherrschaft der WHO durchgeführt wird. An dem Vorhaben sind 35 Staaten aus Europa und Nordamerika beteiligt, in Deutschland nehmen mit Berlin, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen erstmals sechs Bundesländer teil. In Berlin unterstützen die Senatsverwaltungen für Bildung, Jugend und Sport sowie für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz die Befragung.

Die Schulen werden nach einem Zufallsverfahren aus dem Schulverzeichnis ausgewählt und mit ihren fünften, siebten und neunten Klassen zur Teilnahme eingeladen. Den Fragebogen füllen die teilnehmenden Schüler (im Alter von neun bis 17 Jahren) selbständig im Klassenverbund aus. Der Bogen umfasst rund achtzig Fragen zu den Themen Gesundheitszustand, Lebenszufriedenheit und Lebensqualität, psychisches Wohlbefinden, körperliche Aktivität, Ernährung und Essverhalten, Schule und Unterricht, Freizeitverhalten, soziale Unterstützung in der Familie und im Freundeskreis, Unfälle, Mobbing und Risikoverhalten wie Alkoholgenuss und Rauchen.

In allen beteiligten Staaten wird der gleiche Kernfragebogen eingesetzt, hinzu kommen bundesweit einheitliche Ergänzungen, um einen Vergleich der Ergebnisse zu ermöglichen. Nach Abschluss der Datenerhebung im Mai 2002 werden die Berliner Daten mit denen der anderen beteiligten Bundesländer zu einem deutschen Datensatz zusammengeführt und anschließend im Vergleich mit den anderen Ländern international ausgewertet.

Heidrun Wothe | idw
Weitere Informationen:
http://www.kinder-jugend-gesundheit.de/
http://www.rki.de/FORSCH/NG/NG.HTM
http:///www.ruhbc.ed.ac.uk/hbsc/

Weitere Berichte zu: Gesundheitssituation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise