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Neue Zellarten können sich im Herzen verwandeln

23.11.2006
Herzzellen haben doch den gleichen Ursprung

Zwei Teams amerikanischer Wissenschafter haben im Herzen so genannte Meisterzellen entdeckt, die in diesem Organ zu verschiedenen Zellen werden können. Am Massachusetts General Hospital und am Children's Hospital Boston wurde jeweils ein möglicher Kandidat identifiziert. Eine der möglichen Zellarten kann zu allen drei Hauptgewebearten des Herzens werden, die andere zu zwei Arten. Die Ergebnisse der in dem Fachmagazin Cell publizierten Studien lassen auf neue Behandlungsansätze bei Herzerkrankungen hoffen.

Die aktuellen Forschungsergebnisse stellen die Annahme der verschiedenen Zellarten des Herzens in Frage, dass diese verschiedenen Ursprungs sein müssen. Das Team des Massachusetts General Hospital identifizierte eine Art von Vorläuferzellen bei Mäusen und wies nach, dass sie zu Muskelgewebe, glatten Muskeln oder Endothelien werden können. Die zweite Form derartiger Zellen wurde am Children's Hospital Boston erforscht. Diese Zellen können sich zu Herzmuskeln oder glatten Muskeln entwickeln. Der Mitverfasser der Studie, Stuart Orkin, erklärte, dass das Herz aus Stammzellen entstehe, die es ermöglichen, dass sich in der gleichen Umgebung eine Vielfalt von Zellarten bildet.

Bisher ist laut BBC die genaue Verbindung zwischen den beiden entscheidenden Zellarten nicht erforscht. Eine Art der Zellen scheint Strukturen auf der linken Seite des Herzens zu schaffen und die andere auf der rechten Seite. Kenneth Chien vom Massachusetts General Hospital meinte, dass das Klonen von kardiovaskulären Stammzellen einen großen wissenschaftlichen Fortschritt bedeuten könnte. Das Herz entsteht im Körper vor allen anderen Organen und ist daher auch am anfälligsten für erblich bedingte Schäden.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.mgh.harvard.edu
http://www.childrenshospital.org
http://www.cell.com

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