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Mehr Kopfschmerz mit der "Pille"

22.11.2006
Eine norwegische Studie an 27.700 Frauen weist einen Zusammenhang zwischen östrogenhaltigen oralen Kontrazeptiva und Kopfschmerzen nach.

"Diese große und wichtige Studie zeigt, dass Frauen, welche die 'Pille' einnehmen, häufiger unter Kopfschmerz und Migräne leiden als Frauen, die das nicht tun", kommentieren Experten der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) in den "Kopfschmerz-News", der Gesellschaft.

Bei einer großen Bevölkerungsstudie in Norwegen analysierten die Forscher auch, ob es einen Zusammenhang zwischen Migränehäufigkeit und oralen Kontrazeptiva gibt. Dazu werteten die Wissenschaftler die Daten einer Bevölkerungsumfrage aus den Jahren 1995 bis 1997 aus. Etwa die Hälfte der 27.700 Frauen, die den Fragebogen beantwortet hatten, waren noch nicht in den Wechseljahren. Das Ergebnis der Befragung: Frauen, die östrogenhaltige Kontrazeptiva einnahmen oder in der Vergangenheit eingenommen hatten, litten deutlich häufiger an Kopfschmerz und Migräne als Frauen, die nicht die "Pille" nahmen und auch nie genommen hatten. Allerdings gab es keinen Zusammenhang zwischen dem Östrogengehalt der Pillen und den Kopfschmerzen, d.h., Frauen, die etwas höher dosierte Präparate nahmen (über 30 bis 50 Mikrogramm Östrogen), litten nicht häufiger unter Kopfschmerzen als Frauen, deren Pille nur 30 Mikrogramm oder weniger Östrogen enthielt.

In ihrem Kommentar schränken die Autoren der Studie ein, man dürfe aus diesem Ergebnis jedoch keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen der Kopfschmerzhäufigkeit und der Einnahme oraler Kontrazeptiva herstellen. Es sei auch denkbar, dass Frauen, die häufig unter Kopfschmerz leiden, bevorzugt die "Pille" einnehmen, weil sie sich dadurch eine Besserung ihrer Beschwerden erhoffen. Vorausgehende Studien hatten mitunter auch vorteilhafte Auswirkungen oraler Kontrazeptiva auf den Kopfschmerz gezeigt.

Quelle: Aegidius K, Zwart J-A, Hagen K, Schei B, Stovner LJ. Oral contraceptives and increased headache prevalence. The Head-HUNT study. Neurology 2006;66:349-353

Pressestelle DMKG:
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Barbara Ritzert | idw
Weitere Informationen:
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