Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Steuersätze 1993-2006 im internationalen Vergleich

01.11.2006
Der durchschnittliche Unternehmenssteuersatz der EU-Mitgliedstaaten ist von 1993 bis heute von 38 Prozent auf 25,7 Prozent gefallen. Das bedeutet einen Rückgang um mehr als 30 Prozent.

In Deutschland sank der Steuersatz im selben Zeitraum noch stärker, von 59,7 Prozent auf 38,4 Prozent. Dennoch hat Deutschland unter den EU-Mitgliedstaaten immer noch den höchsten Steuersatz. Die geringste Steuerbelastung in Europa haben Unternehmen in den 2004 in die EU aufgenommenen osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten: Hier liegt der Unternehmenssteuersatz bei durchschnittlich 18,9 Prozent.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse des „14 Year International Corporate Tax Rate Survey“ von KPMG. Weltweit haben KPMG-Steuerspezialisten 86 Länder analysiert, darunter 30 OECD-Mitglieder sowie weitere Staaten in Asien und Lateinamerika. Basis bilden jährliche Untersuchungen, die KPMG seit 1993 durchführt.

Die Studie zeigt, dass Länder mit starkem Wirtschaftswachstum - wie Irland, Norwegen, Schweden und Dänemark - durchweg über ein Steuersystem mit niedrigen Steuersätzen verfügen. Das auffälligste Beispiel ist Irland. Dort hat die Regierung in den letzten 15 Jahren konsequent einen investitionsfreundlichen Kurs verfolgt. Die Unternehmenssteuer fiel seit 1993 schrittweise von 40 Prozent auf 12,5 Prozent. Das Rekordhoch des irischen Wirtschaftswachstums der letzten Jahre lag bei annähernd 12 Prozent. Norwegen, Schweden und Dänemark waren in den späten 80er und frühen 90er Jahren ebenfalls Vorreiter radikaler Steuersenkungen. Auch in diesen Ländern leiteten niedrige Unternehmenssteuersätze eine positive Entwicklung des Wirtschaftswachstums ein. Dagegen liegt der deutsche Steuersatz nach wie vor deutlich über den Durchschnittswerten in der EU (25,7 Prozent) und in den OECD-Staaten (28,1 Prozent). In der EU liegt Deutschland noch hinter Italien (37,3 Prozent) sowie Malta und Spanien (jeweils 35 Prozent).

KPMG-Vorstand Ernst Gröbl: „Die KPMG-Studie legt einen Zusammenhang zwischen niedrigen Steuersätzen und der Attraktivität eines Landes für ausländische Investoren nahe. Deutschland sollte die positiven Effekte des aktuellen Aufschwungs nutzen, um durch Steuersenkungen langfristig seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Mit der geplanten Unternehmenssteuerreform 2008 ist die Bundesregierung auf dem richtigen Weg. Allerdings bedarf es zugleich einer Vereinfachung des Steuersystems, um die günstige Entwicklung zu stützen..“

Pressekontakt:

KPMG, Marita Reuter/Thomas Blees
Tel.: (0 30) 20 68-11 18/-12 15, Fax: (0 30) 20 68-11 48
eMail: mreuter@kpmg.com / tblees@kpmg.com

Marita Reuter | KPMG
Weitere Informationen:
http://www.kpmg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften