Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Versicherer nehmen verstärkt die Konkurrenz ins Visier

31.10.2006
Deutschlands Versicherer spüren den zunehmenden Wettbewerb aus dem In- und Ausland. Die Folge: Knapp jeder vierte Topentscheider hält den Blick zur Konkurrenz inzwischen für unerlässlich, um dem Wettbewerb einen Schritt voraus zu sein, Tendenz steigend.

Damit ist die Beobachtung des Wettbewerbs mittlerweile für die Assekuranzen genauso wichtig wie die Entwicklung neuer Produkte und die Preisgestaltung. Das ergibt die Studie "Branchenkompass Versicherungen" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Vor allem die Schadenversicherer beobachten die Aktivitäten ihrer Konkurrenten sehr genau. Drei von fünf Industrie- und Gewerbeversicherer sowie jeder dritte Kfz-Versicherer nimmt die Konkurrenz verstärkt ins Visier. Für die Lebensversicherer stellt die wachsende Konkurrenz dagegen ein vergleichsweise geringes Problem dar. Nur zwölf Prozent der Befragten geben an, sich intensiver mit den Wettbewerbern zu beschäftigen. Der Grund: Die private Altersvorsorge boomt, wodurch auch die Nachfrage nach Lebensversicherungen steigt. 90 Prozent der über 50-Jährigen wollen für die Rente vorsorgen. Die Lebensversicherer sehen sich anderen Herausforderungen gegenüber: Sie sind besonders von den anstehenden Änderungen beim Versicherungsvertragsgesetz (VVG) betroffen. Jeder vierte Anbieter sieht eine starke Veränderung auf sich zukommen und bezeichnet die Reaktion auf neue Gesetze und Regelungen als Topherausforderung.

Besonders deutlich wird der hohe Konkurrenzdruck im Internet. Mit der Möglichkeit, Versicherungen online zu kaufen, hat sich der Wettbewerb noch einmal verschärft. 2,5 Millionen Bundesbürger haben bereits von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Die Hälfte der Surfer kann sich den Abschluss einer Versicherung im Internet vorstellen. Online können die Kunden Produkte schneller vergleichen und können sich einfach für das günstigste Angebot entscheiden. Die Folge: 32 Prozent der befragten Entscheider, die ihre Versicherungen auch im Internet anbieten, sehen in der Konkurrenz die größte Herausforderung ihres Unternehmens.

Die Unsicherheit, in welche Richtung die Branche steuert, ist groß: Eigene Produkt- oder Tarifstrategien als Reaktion auf die Maßnahmen der Konkurrenten spielen für die Entscheider eine erheblich geringere Rolle als 2005. Vor einem Jahr wollten noch 40 Prozent der Fach- und Führungskräfte mit neuen Produktideen auf den Wettbewerbsdruck reagieren. Aktuell geben nur noch 24 Prozent diese Maßnahme als Reaktion auf den verschärften Wettbewerb an. Darüber hinaus fehlt es vielen Anbietern an Innovationsstärke. Sie orientieren sich lieber an den Produkten und Preisen anderer Versicherer.

Der "Branchenkompass 2006 Versicherungen" ist eine Studie der Unternehmensgruppe Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut. Er zeigt, wie sich die Topmanager in der Assekuranz auf die Zukunftsmärkte und auf den Wettbewerb einstellen. Wo sehen sie die wichtigsten Markttrends? Welche Strategie verfolgen sie? Welche Investitionen planen sie? Basis ist eine Forsa-Umfrage unter 100 Führungskräften aus 100 der größten Versicherungsgesellschaften Deutschlands.

Jörg Forthmann | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.steria-mummert.de

Weitere Berichte zu: Branchenkompass Lebensversicherer Versicherer Versicherung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Entrepreneurship-Studie: Großes Potential für Unternehmensgründungen in Deutschland
15.09.2017 | Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik