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Junge Autofahrerinnen setzen auf das "Web-First-Prinzip"

06.10.2006
Kompetenzzentrum Frau und Auto der Hochschule Niederrhein befragte 674 Autofahrerinnen mit Internetzugang

Eins, zwei drei... meins. Was mit ebay erfolgreich begann, setzt sich bei den Online-Fahrzeugbörsen dynamisch fort. Und die geben Gas. Denn: Die Zahl der jungen Autokäuferinnen unter 25 Jahren steigt rapide, und die Nutzung des Internet ist für sie eine Selbstverständlichkeit. Da lag es für das Kompetenzzentrum Frau und Auto der Hochschule Niederrhein nahe, einmal die "Zielgruppe Frau" für Online-Fahrzeugbörsen unter die Lupe zu nehmen.

Partner bei dem Projekt, bei dem bundesweit 674 vorwiegend jüngere Frauen befragt wurden, war der Online-Anbieter mobile.de. Die hohe Datenqualität der Mönchengladbacher Studie eröffne Kenntnisse über eine wichtige Zielgruppe und lasse sich gewinnbringend einsetzen, so dessen Pressesprecherin Doreen Schlicht.

Das Fazit vorweg: "Je jünger die befragten Autofahrerinnen, desto selbstverständlicher ist für sie die Nutzung des Internets - auch für die Vorbereitung des Autokaufs", fasst Professorin Dr. Doris Kortus-Schultes die Studie zusammen, an der 29 Marketing-Studierende beteiligt waren. Da junge Frauen überdurchschnittlich häufig gebrauchte Pkw, und hier vor allem Kleinwagen, kaufen, die wiederum bei den Online-Fahrzeugbörsen in riesiger Auswahl gehandelt werden, sind hier drastische Zuwächse zu erwarten. Bei den 25- bis 45-Jährigen hat sich durch den Zugang zum Internet die dem Autokauf vorausgehende Recherche am deutlichsten verändert: Sie schauen sich per Mausklick an, wie das nächste Cabrio oder der Roadster aussehen soll, verschaffen sich einen Überblick über Großraumlimousinen und Geländewagen und achten nicht zuletzt auf "Schnäppchen" und günstige Finanzierungsangebote.

Die einschlägigen Seiten sind nicht nur informativ, sondern auch benutzerfreundlich aufgebaut und schnell, so die Studierenden. Für 38 Prozent der Autofahrerinnen ist das Internet durch die Auto-bezogenen Informationen noch attraktiver geworden. Auch, weil wegen der Verpflichtung in Beruf und Familie nicht mehr Zeit für das Abklappern von Autohäusern geopfert werden muss. Viele Tageszeitungen haben den Trend schon erkannt und veröffentlichen ihren Automarkt sowohl als Print- wie Online-Version. Damit führen sie zugleich, so Prof. Dr. Kortus-Schultes, der Zeitung neue Nutzer zu. Auch eine web-Adresse muss intensiv beworben werden. Bei mobile.de oder autoscout24 setzt man bisher weitgehend auf Mundpropaganda. Auf die Frage, wie Online-Autobörsen noch fester im Bewusstsein junger Frauen verankert werden könnten, hatte eine Studentin einen umwerfenden Vorschlag parat: durch Kooperation mit Schuhgeschäften!

Rudolf Haupt M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-niederrhein.de/

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